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Eine Beichte muß ein Teil des neuen Lebens sein.
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Der Titel meines Buches: „Philosophische
Betrachtungen. Alphabetisch nach ihren
Gegenständen | Themen geordnet|
aneinandergereiht.” |
… nach Stichwörtern
angeordnet.”
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Wie kann man Vorbereitungen für die Ankunft von etwas eventuell
Existierendem treffen in dem Sinn in welchem Russell & Ramsey das immer getan haben| [tun wollten
…]? …
Russell hat für
die Existenz unendlich vieler Dinge vorgesorgt;
Ramsey für die
Existenz beliebiger n-stelliger Relationen,
etc.| [So|
Es wurde für die Existenz unendlich
vieler Dinge vorgesorgt, für die Existenz
beliebiger n-stelliger Relationen etc.]
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Man <…> bereitet die Logik für die Existenz von n-stelligen Relationen
vor oder für die Existenz einer unendlichen
Anzahl von Gegenständen etc.
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Nun kann man doch für die Existenz eines Dinges vorsorgen: ich mache
z.B. ein Kästchen um
den Schmuck hineinzulegen der vielleicht einmal gemacht werden
wird.
Aber hier kann ich doch sagen, was der Fall sein muß,| —
welcher Fall es ist für den ich vorsorge.
Ich kann diesen Fall so gut beschreiben wie nachdem er
eingetreten ist.
(Lösung mathematischer Probleme.)
Während Russell &
Ramsey für eine eventuelle
Grammatik
vorsorgen.
x=a ⌵
x=b ⌵ … x=a ∙ y=b
.⌵. x=c ∙ y=d .⌵ x=a ∙
y=b ∙ z=c .⌵. …
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Man denkt z.B. einerseits daß es die
Arithmetik mit den Funktionen zu tun hat von deren Anzahlen sie
handelt.
Aber man will sich nicht durch die uns jetzt bekannten Funktionen binden
lassen und man weiß nicht ob es jemals eine geben wird die von 100
Gegenständen befriedigt wird:
also muß man vorsorgen
& eine
Konstruktion machen die alles für die
100-stellige Relation vorbereitet wenn sich eine finden sollte.
Was heißt es aber überhaupt „es findet sich (oder: es
gibt) eine 100- stellige Relation”?
Welchen Begriff haben wir von ihr? oder einer
2-stelligen?! —
Als Beispiel einer 2-stelligen Relation
gibt man etwa das der Beziehung zwischen Vater &
Sohn.
Aber welche Bedeutung hat dieses Beispiel für die weitere
Behandlung des Gegenstandes?
Sollen wir uns jetzt statt jedes a R b vorstellen a ist der
Vater, der b? & --- wenn aber
nicht, ist dann das Beispiel oder irgend eins überhaupt
essentiell.
Spielt dieses Beispiel nicht die gleiche Rolle
wie eines in der Arithmetik, wenn ich
jemandem
3×6=18 an
3 Reihen von 6 Äpfeln erkläre?
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Hier handelt es sich um den Begriff der Anwendung.
Man hat etwa die
Vorstellung
von einem
Motor der erst leer geht & dann eine Arbeitsmaschine treibt.
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Aber was gibt die Anwendung der Rechnung?
Setzt sie ihr einen neuen Kalkül zu? dann ist sie ja
jetzt eine andere Rechnung.
Oder gibt sie ihr in irgend einem der Mathematik (Logik)
wesentlichen Sinne Substanz?
Wie kann man dann überhaupt auch nur zeitweise von der Anwendung
absehen?
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Nein, die Rechnung mit Äpfeln ist wesentlich dieselbe wie die mit Strichen
oder Ziffern.
Die Arbeitsmaschine setzt den Motor fort aber die Anwendung (in diesem
Sinne) nicht die Rechnung.
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Wenn ich nun sage „die Liebe ist z.B. eine
2-stellige Relation”,| — sage ich hier etwas
über die Liebe aus?
Natürlich nicht.
Ich gebe eine Regel für den Gebrauch des Wortes
„Liebe” & will etwa sagen
daß
wir dieses Wort
z.B. so gebrauchen.
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Nun hat man aber doch das Gefühl daß mit
dem Hinweis auf die 2-stellige
Relation Liebe in die Hülse des Relationskalküls Sinn gesteckt
wurde. —
Denken wir uns eine geometrische
Demonstration statt an einer Zeichnung oder an analytischen Symbolen
an einem Lampenzylinder
vorgenommen.
Inwiefern ist hier von der Geometrie eine Anwendung
gemacht?
Kommt denn
der Gebrauch des Glaszylinders als Lampenzylinder in die geometrische
Überlegung herein| Tritt denn der Gebrauch des
Glaszylinders als Lampenzylinder in die geometrische Überlegung
ein?
Und tritt der Gebrauch des Wortes
„Liebe” in einer
Liebeserklärung in meine Überlegung
ein?
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Wir haben mit verschiedenen Verwendungen des Wortes
„Anwendung” zu tun.
„Die Multiplikation wird in dieser Rechnung angewandt”,
„ Der Glaszylinder
wird in der Lampe angewandt”;
„ die Rechnung ist auf diese Äpfel & Birnen
angewandt”.
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Hier kann man nun sagen: Die Arithmetik ist ihre eigene
Anwendung.
Der Kalkül ist seine eigene Anwendung.
Wir können nicht in der Arithmetik für eine grammatische Anwendung
vorsorgen.
Denn ist die Arithmetik nur ein Spiel so ist für sie auch ihre
Anwendung nur ein Spiel & entweder das gleiche Spiel (dann
führt es uns nicht weiter) oder ein anderes —
& dann konnten wir das schon in der reinen
Arithmetik betreiben.
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Wenn also der Logiker sagt, er habe für eventuell existierende
6-stellige Relationen in der Arithmetik vorgesorgt oder für
Funktionen die von 27 Dingen befriedigt werden, so können wir fragen:
Was wird denn nun zu dem was Du vorbereitet hast hinzutreten
wenn es nun
seine Anwendung findet?
Ein neuer Kalkül? — aber den hast Du ja eben
nicht vorbereitet.
Oder etwas was den Kalkül nicht tangiert? — dann interessiert
uns das nicht & der Kalkül den Du uns gezeigt hast ist uns
Anwendung genug.
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Die unrichtige Idee ist daß die
Anwendung eines Kalküls in der Grammatik der wirklichen Sprache ihm
eine Realität zuordnet| eine Wirklichkeit gibt die er
früher nicht hatte.| [Die unrichtige Idee
ist: die Anwendung
eines Kalküls in der Grammatik der wirklichen
Sprache verleihe ihm eine Realität
die er früher nicht hatte.]
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Aber wie gewöhnlich in unserem Gebiet liegt hier der Fehler nicht darin
daß man etwas Falsches glaubt sondern darin daß man auf
eine nicht stimmende Analogie hinschielt.
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Was geschieht denn wenn die 6-stellige Relation gefunden
wird?
Wird quasi ein Metall gefunden das
nun die
gewünschte
Eigenschaft
(das richtige spezifische Gewicht,
die richtige Festigkeit etc.) hat?
Nein; ein Wort wird gefunden das wir
tatsächlich so in der Sprache verwenden wie wir etwa den
Buchstaben R verwendet haben.
„Ja, aber dieses Wort hat doch eben Bedeutung & R
hatte keine!
Wir sehen also jetzt daß dem R etwas entsprechen
kann.”
Aber die Bedeutung des Wortes besteht ja nicht darin, daß ihm
etwas entspricht.
Außer etwa wo es sich um einen
Namen &
benannten Gegenstand handelt aber da setzt der Träger des Namens nur
den Kalkül fort also die Sprache.
Und es ist nicht so wie wenn man sagt: diese Geschichte
hat sich <…> tatsächlich zugetragen sie war nicht
bloße Fiktion.
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Das alles hängt auch mit dem falschen Begriff der
logischen Analyse zusammen den
Russell, ich &
Ramsey hatten.
So daß man auf
eine endliche
logische Analyse der Tatsachen wartet wie auf eine
chemische von
Verbindungen.
Eine Analyse durch die man dann etwa eine 7-stellige
Relation wirklich findet wie ein Element
das tatsächlich das spezifische Gewicht so & so hat.
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Die Grammatik ist für uns ein reiner Kalkül.
(Nicht die Anwendung eines auf die Realität.)
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Die Wörter sind nicht die Ingredienzien
eines Satzes. ||
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(∃2x)ϕx∙(∃2x)ψx∙
Ind. .⊃. .⊃.
(∃4x)ϕx⌵ψx
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Weniger versprechen als man halten will ist oft schön, aber es
kann auch aus einer Anmaßung entspringen; dann, wenn man sich auch
etwas drauf einbildet weniger zu versprechen
als man halten wird. —
Ist es richtig oder unrichtig mein Buch nicht
„Philosophische Betrachtungen
etc.” zu nennen, sondern:
„Philosophische Bemerkungen,
nach
ihren Gegenständen alphabetisch
geordnet”?| [nach Stichwörtern
alphabetisch
geordnet”?] |
[alphabetisch nach Stichwörtern
geordnet”]?
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Was ich für die Sprache tue wenn ich einfache grammatische
Schemata neben sie stelle ist ähnlich dem was die Erfinder der Buchstaben
(Lautzeichen für die Lautsprache) getan haben. |
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Die Diskussionen über das Naturrecht, ein gutes Beispiel dafür
wie ein Problem| eine Schwierigkeit obsolet wird &
die
Menschen einer künftigen Generation
einfach nicht beunruhigt.
(No so soll er sich
bessern!) |
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Denken wir uns die Partitur des psychischen &
physischen Geschehens geschrieben,|
— ist dann das Glauben ( Erwarten, Hoffen, Fürchten,
etc.) wie ein Orgelpunkt oder ein Basso
ostinato?
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|Die philosophische Klarheit wird auf das
Wachsen der Mathematik den gleichen Einfluß
haben wie die
Sonne auf das zügellose Wachsen der Kartoffeltriebe.||
[Das Kommen der philosophischen Klarheit
(Durchsichtigkeit) wird auf das Weiterwachsen der Mathematik
denselben Einfluß haben wie das Sonnenlicht auf das Wachstum der
Kartoffeltriebe. (Im dunkeln Keller wachsen sie
meterlang.)]
Philosophical transparency will have the same effect on the
growth of
mathematics which the sun has
on potatoes.
It keeps them down. |
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Eine der wichtigsten Ideen unsrer Ideen wie die Idee
der Disposition.
„Ich kann das A-B-C hersagen wenn ich
will.”
Ich habe es gleichsam in mir aufgeschrieben und zwar
tut's da nicht irgend ein Bild das ich in mir trage
sondern es handelt sich nur um ganz bestimmte. |
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Worin besteht es eine Absicht zu haben?
(Siehe Glauben
erwarten, hoffen
etc.)
Was nimmst Du als das Kriterium dafür an daß er
diese Absicht hat?
Daß er z.B. die Absicht hat mit der Strafe den
Andern zu bessern nicht ihn abzuschrecken oder umgekehrt;
etc.? —
(Sieh Dir die verschiedenen Theorien der Strafe von diesem
Standpunkte aus an.)
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Wenn man jemandem sagt: „denk' nur was daraus
würde wenn alle das
täten was Du
tust” so kann ihm das einen
abschreckenden Eindruck machen, oder auch
nicht.
It may appeal to him, or not.
Ein ihn zwingendes Argument ist es
nicht.
It will impress him if this sort of thing impresses
him.
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Der Disput darüber ob schon Eins oder erst Zwei die erste Zahl
sei.
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Was bedeutet ein Satz der Art (∃n)
4+n=7?
Nun
da frage man sich erst; gibt es schon einen Beweis für
oder gegen ihn denn das ändert seine Grammatik.
Und wenn man ihn beweisen kann: wie? ---
Ist das der Beweis?
Gut, nun weiß ich auch was der Satz bedeutet.
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Wie wäre es wenn ein Satz seinen Sinn selber nicht ganz
erfaßte.
Wenn er sich quasi selber zu hoch wäre.
Und das nehmen eigentlich die Logiker an.
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„Alle Zahlen haben vielleicht diese
Eigenschaft”.
—
Aber was heißt alle Zahlen?
— Das weißt Du doch!
1, 2, 3, 4, u.s.w. ad
inf. —
Ja, da kommt es darauf an was das u.s.w.
ad inf. für eine Grammatik hat.
Was es heißt daß die Zahlen diese Eigenschaft vielleicht haben werde
ich wissen, wenn Du mir sagst wie man das eventuell wissen
kann.
(Denn wenn Du mir sagtest man könnte es wissen wenn man
alle Zahlen durchgehen könnte so wäre das
Unsinn.)
Eben da sich das ⋎ nicht sagen läßt wird die
Frage akut: „Was heißt es, alle
Zahlen haben die Eigenschaft.”
Kannst Du es aber beweisen so wird ja wohl aus dem Beweis
hervorgehen, was er beweist & daher auch was
der Satz sagt.
Alle Irrtümer ruhen hier auf der seltsamen Annahme es
sei nur eine menschliche Schwäche daß wir die Zahlen nicht alle
durchgehen konnten & so haben wir also wirklich von vornherein eine
Verifikation für unsern Satz wenn sie auch
aus äußerlichen Gründen nicht praktikabel ist.
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Ein unbewiesener
mathematischer Satz — ein
Wegweiser der mathematischen Forschung.
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Der Beweis eines Satzes ist ein Teil seiner Grammatik.
Und wenn er unbewiesen ist so hat er eine andere Funktion als, wenn er
(oder ein Kalkül in dem er) bewiesen ist.
Der unbewiesene Satz ist immer ein Gleichnis mit einem
nicht mathematischen Satz.
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Wir haben von einer Zahlenreihe „1, 2, 3, 4, 5,
Viele” gesprochen & ihrer Arithmetik;
aber es gibt natürlich auch eine Arithmetik (oder: ich kann
natürlich auch eine Arithmetik konstruieren) für die Reihe „1,
2, 3, 4, 5” ohne dem abschließenden unbestimmten Zahlwort.
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Ich verliere mich jetzt leicht in einem Wald möglicher Notationen
& Kalküle in dem ich mich im Kreis
oder Kreisen
herumzubewegen scheine.
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Das jüdische ”Genie” ist nur ein Heiliger.
Der größte jüdische Denker ist nur ein Talent.
(Ich z.B.)
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Es ist, glaube ich eine Wahrheit darin wenn ich denke, daß ich eigentlich
in meinem Denken nur reproduktiv bin.
Ich glaube ich habe nie eine Gedankenbewegung erfunden
sondern sie wurde mir immer von jemand anderem gegeben & ich habe
sie nur sogleich
leidenschaftlich
zu meinem Klärungswerk aufgegriffen.
So haben mich Boltzmann, Hertz, Schopenhauer, Frege, Russell,
Kraus, Loos, Weininger, Spengler, Sraffa beeinflußt.
Kann man als ein Beispiel der jüdischen
Reproduktivität Breuer &
Freud heranziehen? —
Was ich erfinde sind neue Gleichnisse.
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Als ich seinerzeit den Kopf für Drobil
modellierte so war auch die Anregung
wesentlich ein Werk Drobils
& meine Arbeit war eigentlich wieder die des Klärens.
Ich glaube das Wesentliche ist daß die Tätigkeit des Klärens mit
Mut betrieben werden muß: fehlt der so wird sie ein bloßes
gescheites Spiel.
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Der Jude muß im eigentlichen Sinn „sein Sach' auf nichts
stellen”.
Aber das fällt gerade ihm besonders schwer, weil er, sozusagen, nichts
hat.
Es ist viel schwerer freiwillig arm zu sein, wenn man arm sein
muß als, wenn man auch reich sein könnte.
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Man könnte sagen
(ob es nun
stimmt oder nicht) daß der jüdische Geist nicht im Stande ist auch nur
ein Gräschen oder Blümchen hervorzubringen daß es aber seine Art ist
das Gräschen oder die Blume die im andern Geist
gewachsen ist abzuzeichnen & damit ein umfassendes Bild zu
entwerfen.
Das ist nun nicht die Angabe eines Lasters & es ist
alles in Ordnung solange das nur völlig klar bleibt.
Gefährlich wird es erst wenn man die Art des Jüdischen
mit der des Nicht-jüdischen Werks
verwechselt & besonders wenn das der Schöpfer
des ersteren selbst tut, was so nahe
liegt.
(„Sieht er nicht so stolz aus als ob er
selbst gemolken
wäre”.)
Es ist dem jüdischen Geiste typisch das Werk eines Andern besser zu
verstehen als der es selbst versteht.
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Ich habe mich oft dabei ertappt wenn ich ein Bild entweder
richtig hatte rahmen lassen oder in die
richtige Umgebung gehangen hatte so stolz zu sein als hätte ich das
Bild gemalt.
Das ist eigentlich
nicht richtig;
nicht „so stolz als hätte ich es gemalt” sondern so stolz
als hätte ich es malen geholfen, als hätte ich sozusagen einen kleinen Teil
davon gemalt.
Es ist so als würde der außerordentliche Arrangeur von
Gräsern am Schluß denken daß er doch, wenigstens ein ganz
winziges Gräschen, selbst erzeugt habe.
Während er sich klar sein muß, daß seine Arbeit auf einem gänzlich andern
Gebiet liegt.
Der Vorgang der Entstehung auch des winzigsten &
schäbigsten Gräschens ist ihm gänzlich fremd &
unbekannt.
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Das genaueste Bild eines ganzen Apfelbaumes hat in gewissem Sinne
unendlich viel weniger Ähnlichkeit mit
ihm als das kleinste Maßliebchen mit dem Baum
hat.
Und in diesem Sinne ist eine Brucknersche Symphonie mit einer Symphonie der heroischen Zeit
unendlich näher verwandt als eine Mahlerische.
Wenn diese ein Kunstwerk ist, dann eines gänzlich andrer
Art.
(Diese Betrachtung aber selbst ist eigentlich
Spenglerisch.)
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Als ich übrigens in Norwegen war, im Jahre
1913-14
hatte ich eigene Gedanken, so scheint es mir jetzt
wenigstens.
Ich meine, es kommt mir so vor, als hätte ich damals in mir neue
Denkbewegungen geboren
(Aber vielleicht irre ich mich).
Während ich jetzt nur mehr alte anzuwenden scheine.
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~(∃ϕ):(Ex)ϕx
(∃x)ϕx∙~
(∃xy)ϕx∙ϕy
ϕxε1
ϕxε5
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Der Satz ~(∃ϕ):(
Ex)ϕx muß von der Art dessen sein:
Es gibt keinen Kreis auf dieser Fläche der nur einen schwarzen Fleck
enthält.
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Wenn nun aus den Sätzen
~(∃ϕ):(Ex)
ϕx &
~(∃ϕ):(Ex,y)ϕx∙ϕ|ρy
folgt daß 1=2 ist so
ist hier mit „1” & „2” nicht das
gemeint was wir gemeinhin damit meinen, denn die Sätze
ρ &
σ würden
in der gewöhnlichen Wortsprache
lauten: Es gibt keine Funktion die nur von einem Ding
& keine die nur von zwei Dingen befriedigt wird.
Und dies sind nach der Regel unserer Sprache verschiedene Sätze und
diese Regel stützt sich
nicht darauf daß
es doch ---
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--- Aber dieses Vorkommen des Paradigmas der & der
Klasse im Symbolismus bedeutet nicht, daß ein bestimmter Satz des
Symbolismus wahr sein muß.
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Rousseau hat
etwas Jüdisches in seiner Natur.
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Aber die Gleichung 1=2 in dieser
Auffassung hat ja nichts Erstaunliches denn sie
besagt: der
Umfang
der 1 Klasse ist derselbe wie der Umfang
der 2 Klasse.
Und wenn diese beiden Klassen keinen Umfang haben so
haben sie denselben.
Nur verwenden wir freilich die Zeichen 1 & 2 nicht in dieser
Bedeutung.
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Daß Dein Satz
(∃x,y)x=a ∙
y=b wahr ist, ist doch nicht das was mich in Stand setzt
„(∃x,y)ϕx ∙
ϕy” zu sagen!
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Kann man sagen ein
Satz setzt für
seinen Sinn die Wahrheit der Beschreibung des Satzes
voraus?
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Oder kann man sagen der Satz
(∃ϕ):(Ex)ϕx
ist sein eigener Beweis, da der Satz| das Zeichen selber so
ein Ding enthält.
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Wenn manchmal gesagt wird die Philosophie
(eines Menschen) sei Temperamentssache, so ist auch darin
eine Wahrheit.
Die Bevorzugung gewisser
Gleichnisse
ist das was man Temperamentssache nennt &
auf ihr beruhen viel mehr Gegensätze als es vielleicht
ursprünglich den Anschein hat.|[… könnte man
Temperamentssache nennen & auf ihr beruht ein viel
größerer Teil der Gegensätze als es scheinen möchte.]
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„Betrachte diese Warze| Beule als ein
regelrechtes Glied deines Körpers!”
Kann man das, auf Befehl?
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Ist es in meiner Macht willkürlich ein Ideal von meinem Körper zu haben
oder nicht?
Die Geschichte der Juden wird darum in der
Geschichte der Europäischen Völker nicht mit der
Ausführlichkeit behandelt wie es ihr Eingriff in die
Europäischen Ereignisse eigentlich verdiente, weil sie
als eine Art Krankheit, Anomalie, in dieser
Geschichte empfunden werden & niemand gern eine Krankheit mit
dem normalen Leben gleichsam auf eine Stufe stellt.|
[&
niemand
gern von einer
Krankheit als etwas Gleichberechtigtem mit den gesunden
Vorgängen (auch schmerzhafte) im Körper
spricht.]
Man kann sagen: diese Beule kann nur dann als ein Glied des Körpers
betrachtet werden, wenn sich das ganze Gefühl für den Körper ändert
(wenn sich das ganze Nationalgefühl für den Körper
ändert).
Sonst kann man sie höchstens dulden.
Vom einzelnen Menschen kann man so eine Duldung erwarten oder auch
daß er sich über diese Dinge hinwegsetzt; nicht aber
von der Nation, die ja nur dadurch Nation ist daß sie sich darüber nicht
hinwegsetzt.
D.h. es ist ein Widerspruch zu erwarten daß einer
das alte ästhetische Gefühl für seinen Körper behalten
& die Beule willkommen heißen wird.
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Macht & Besitz sind nicht dasselbe.
Obwohl uns der Besitz auch Macht gibt.
Wenn man sagt die Juden hätten keinen Sinn für
den Besitz so ist das wohl vereinbar damit daß sie
gerne reich sind; denn das Geld ist für sie eine bestimmte Art von
Macht nicht Besitz.
(Ich möchte z.B. nicht, daß meine Leute arm
werden, denn ich wünsche ihnen eine gewisse Macht.
Freilich auch daß sie diese Macht recht gebrauchen
möchten.)
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Zwischen Brahms &
Mendelssohn herrscht entschieden eine gewisse Verwandtschaft;
& zwar meine ich nicht
die welche sich in
einzelnen Stellen
in
Brahmsschen Werken zeigt, die an
Mendelssohnsche Stellen erinnern sondern man könnte die Verwandtschaft von der
ich rede dadurch ausdrücken daß man sagt,
Brahms tue das mit ganzer Strenge
was Mendelssohn mit halber getan hat.
Oder: Brahms
ist oft fehlerfreier
Mendelssohn.
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 1
Das wäre das Ende eines Themas, das ich nicht weiß.
Es fiel mir heute ein als ich über meine Arbeit in der Philosophie
nachdachte & mir vorsagte: „I destroy, I
destroy, I destroy —”
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Frege glaubte daß wir durch
Aufgeben der logischen
Gesetze
„unser Denken in Verwirrung bringen” würden!
Wenn das so wäre so würde ich diese Verwirrung studieren, sie wäre sehr
interessant.
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Man hat manchmal gesagt daß die
Heimlichkeit & Verstecktheit der Juden durch
die lange Verfolgung hervorgebracht worden sei.
Das ist gewiß unwahr; dagegen ist es gewiß, daß
sie, trotz dieser Verfolgung nur darum noch
existieren, weil sie die Neigung zu dieser Heimlichkeit haben.
Wie man sagen könnte daß das & das Tier nur darum noch nicht
ausgerottet sei weil es die Möglichkeit oder Fähigkeit hat
sich zu verstecken.
Ich meine natürlich nicht, daß man darum diese Möglichkeit preisen soll, durchaus nicht.
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Die Musik Bruckners
hat nichts mehr von dem langen &
schmalen (nordischen?) Gesicht
Nestroys,
Grillparzers,
Haydns etc. sondern
hat ganz & gar ein rundes volles
(alpenländisches?) Gesicht, von noch
ungemischterem Typus als das Schuberts war.
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Die alles gleich machende Gewalt der Sprache die sich am krassesten
im Wörterbuch zeigt & die es möglich macht daß
die Zeit personifiziert werden konnte, was
nicht weniger merkwürdig ist als es wäre wenn wir
Gottheiten der logischen Konstanten hätten.
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a b c d
Im logischen Sinne des Wortes möglich ist der Schluß vom esse ad
posse nicht gerechtfertigter als der vom non esse ad
posse.
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Seine Handlungsweise darauf einrichten daß es immer so weitergehen
wird.
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Glauben, erwarten, hoffen
daß es immer so
weitergehen wird.
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Wenn wir sagen möchten die Unendlichkeit ist eine Eigenschaft
der Möglichkeit nicht der Wirklichkeit oder das Wort
„unendlich” gehört immer zum Wort
„möglich”
u.dergl. so kommt das darauf
hinaus zu sagen, das Wort
„unendlich”
sei immer Teil einer Regel nicht eines Erfahrungssatzes.
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Man kann sagen ich mache Vorbereitungen für die nächsten 3
Tage
oder 10 Jahre,
etc. & auch „ich mache Vorbereitungen auf
unbestimmte Zeit” aber nicht „auf
unendliche Zeit”.
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Wenn ich aber „Vorbereitungen auf unbestimmte Zeit
mache” dann läßt sich ein Zeitraum (nachträglich)
finden für den ich jedenfalls keine Vorbereitungen mehr mache.
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D.h. aus dem Satz „ich mache
Vorbereitungen für unbestimmte Zeit” folgt nicht jeder beliebige Satz „ich mache Vorbereitungen für unbestimmte
Jahre”.
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Damit daß gesagt wird daß aus der unendlichen Hypothese
(u) ∙
(∃ux)ϕx wie ich sie nur der Kürze
wegen jetzt schreiben will jeder beliebige Satz
(∃ux)ϕx folgt
& sie selbst aus keinem dieser Sätze ist natürlich noch gar nichts
über den weiteren Gebrauch dieses Spiels gesagt.
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Denken wir gar an den Satz: ich vermute daß das immer so weitergehn
wird.
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Der komische Klang der Widerlegung: Du hast gesagt die Uhr werde
immer so weitergehen, und sie steht jetzt schon.
Wir fühlen daß ja
doch auch jede
endliche zu lange Vorhersage durch die Tatsache widerlegt wäre
& die Widerlegung daher in irgend einem Sinn mit der
Behauptung inkommensurabel.
Es ist nämlich Unsinn zu sagen: „sie ist nicht unendlich
weitergegangen sondern nach zehn Jahren stehen
geblieben” oder noch komischer: „sondern
schon nach zehn Jahren stehen geblieben”.
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Wie seltsam wenn
man sagen
würde: es gehört große Kühnheit dazu für 100 Jahre etwas
vorauszusagen; aber welche Kühnheit muß dazugehören um etwas für die
unendliche Zeit vorauszusagen wie es Newton im Trägheitsgesetz getan hat!
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„Ich glaube das wird immer so weitergehen”.
„Ist es nicht genug wenn Du sagst Du
glaubst es werde noch 100000 Jahre so weitergehen?”
—
„Ja, das tut's auch”.
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„For all practical purposes” ist es genug zu
sagen, „ich glaube es werde …
Jahre dauern”.
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Wir müssen nämlich fragen: kann es Gründe zu diesem Glauben
geben?
Welches sind sie.
Welches sind die Gründe zur Annahme daß die Uhr noch 10000 Jahre
weitergehen wird welche für die Annahme daß sie noch
100000 Jahre gehen wird
— & welche nun die Gründe
zur unendlichen Annahme?!
Das ist es ja was den Satz
„ich vermute daß es immer|
unendlich so gehen wird” so komisch macht weil
wir fragen wollen, warum vermutest Du das?
Wir wollen nämlich sagen daß es sinnlos ist
das zu vermuten weil es sinnlos ist von Gründen so einer Vermutung zu
reden.
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Denken wir an den Satz „dieser Komet wird sich in einer Parabel
mit der Gleichung … bewegen.”
Wie wird dieser Satz gebraucht?
Er kann nicht verifiziert werden (d.h.
wir haben keine
Verifikation für ihn vorgesehn.
Das heißt natürlich nicht daß man nicht
sagen kann er sei wahr denn „p ist
wahr” sagt nur
„p”.)
Er kann uns dazu bringen bestimmte Versuche,
Beobachtungen zu machen.
Aber für die hätte es immer auch eine endliche Vorhersage getan.
(Und er verhält sich zu so einer Vorhersage etwa ähnlich wie die Angabe
einer runden Zahl zu der Angabe der
Fehlergrenzen eines Datums.)
Er wird auch gewisse Handlungen bestimmen z.B.
wird| könnte er uns dann verhindern den
Kometen dort & dort zu suchen.
Aber auch dazu hätte eine endliche Angabe
genügt.
Die Unendlichkeit der Annahme besteht nicht in ihrer
Größe sondern in ihrer Unabgeschlossenheit.
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[Verschiedene Beunruhigungen des Verstandes|
Geistes werden durch verschiedene Mittel beruhigt (eben alle
nennen wir Probleme & sprechen von Suchen &
Finden ihrer Lösung).
Manche durch Erklärungen manche durch Gleichnisse manche durch
Vereinfachungen. ]
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Wenn man vom
Begriff „Unendlichkeit” redet muß man sich
daran erinnern daß dieses Wort eine Unzahl von verschiedenen
Bedeutungen hat & von welcher wir jetzt gerade reden.
Ob z.B. von der
Unendlichkeit der Zahlenreihe & der Kardinalzahlen
insbesondere.…
Wenn ich also sage „unendlich” sei eine
Charakteristik einer Regel oder der
Möglichkeit & nicht der Wirklichkeit so beziehe ich
mich auf eine bestimmte Bedeutung des Worts.
Wir könnten z.B. sehr wohl sagen ein
kontinuierlicher Farbübergang sei ein
Übergang durch
unendlich viele Stufen wenn wir nur wissen daß wir hier die
Bedeutung des Wortes „unendlich viele” durch die
Erfahrung des Farbübergangs neu definieren (wenn auch nach einer Analogie
mit früherer Gebrauchsweise des Wortes
‘unendlich’).
Andres Beispiel: Die Geraden treffen
sich im Unendlichen wenn sie parallel sind oder das
Lineal hat einen unendlichen Krümmungsgrad.
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(Die besondere Beruhigung welche eintritt wenn wir einem Fall den wir
für einzigartig hielten andere ähnliche Fälle an die Seite
stellen tritt in unserer Untersuchung immer wieder
ein wenn wir zeigen daß ein Wort
nicht nur eine nicht nur zwei Bedeutungen hat sondern in
5 oder 6 verschiedenen gebraucht wird.)
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Warum ist man denn versucht das Wort
„unendlich” ganz in die Regeln zu
verweisen?
Und fühlt es ungemütlich wenn es in einer Hypothese
vorkommt?
Aber auch in der Hypothese, möchte ich sagen, steht es nur für die
Möglichkeit. —
Das wogegen man sich wehrt
ist natürlich die
Verwendung von „unendlich” als Zahlwort.
Aber was hat das mit Wirklichkeit & Möglichkeit zu
tun?
Nun wohl daß
die Verwendung von
„∞” mit den Zahlen zusammen so geschieht daß
∞ die ‘Erlaubnis’ ist
& die Zahlen die Ausführung.
Wir wehren uns gegen die Auffassung des Unendlichen als einer
ungeheuern Größe.
(Die wir merkwürdigerweise ohne Schwierigkeit erfassen
während eine große endliche Zahl
zu groß sein
kann um
hingeschrieben zu werden.
Gleichsam
als könnten wir uns zwar durch die Reihe der Zahlen nicht
durcharbeiten aber wohl von außen herum
zum Unendlichen gelangen.)
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Denken wir uns wir erzählten jemandem „Gestern kaufte ich
mir ein Lineal mit unendlichem
Krümmungsradius”.
(Ach, Du meinst, es war gerade, — ja das verstehe
ich. — )
Aber hier kommt doch das Wort
„unendlich”
in einem Erfahrungssatz vor. —
Aber ich kann doch nie die Erfahrung haben die mich
berechtigte zu sagen daß das Lineal wirklich den Radius unendlich hat da der
Radius von 100100 km es auch schon tut.
Wohl aber dann kann ich doch auch nicht die Erfahrung
haben die mich berechtigt zu sagen das Lineal sei gerade und die
Worte „gerade” &
„unendlich” (oder ein andermal
„parallel”) sind im
gleichen Fall.
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Ich meine: wenn das Wort ”Gerade” oder
„Parallel” oder
„Längengleich”
etc. etc. in einem Erfahrungssatz stehen
darf es dann auch das Wort
„Unendlich”.
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Und wie wenn ich nun sagte: „gerade
ist nur die Möglichkeit, nicht die Wirklichkeit”?
Aber das hätte nur insofern Sinn ---
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Unendlich ist nur die Möglichkeit heißt:
„unendlich” ist ein Zusatz vor
„u.s.w.”
Wenn ich nun sage „dieser Komet bewegt
sich in einer Parabel”.
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Soweit „unendlich” ein Zusatz zu
u.s.w. ist gehört es in eine Regel, ein
Gesetz.
Aber doch nicht notwendig in die Grammatik!
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In die Erfahrung gehört es insofern nicht als die Erfahrung die
einem Gesetz entspricht eine Reihe von
Erfahrungen sind.
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„Das Wort
‘unendlich’ ist nur die
Möglichkeit
nicht die Wirklichkeit” ist
irreleitend.
Es weist nur in einem bestimmten Fall auf
das Verhältnis von Gesetz & den Erfahrungen hin die
es bestätigen oder der Regel & den
Handlungen die sie befolgen.
Das Wort bekämpft einen Fehler, legt aber auch einen
nahe.
Man kann sagen: „unendlich ist hier nur die
Möglichkeit”.
Und man fragt mit Recht: was ist denn an dieser Hypothese
unendlich?
Ist an dieser Annahme, an
diesem Gedanken
etwas ungeheuer groß?!
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Es wundert mich nicht daß das Wort
„inf.” das in
„u.s.w. ad
inf.” vorkommt, nirgends sonst|
anders vorkommt.
Denn „u.s.w. ad
inf.” ist, sozusagen, kein Wort.
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Denken wir es sagte uns ein Kommis in einem
Geschäft: „davon können
Sie jede Menge haben” & nehmen wir an
es wäre mir erlaubt nur einmal eine Zahl zu nennen.
Denken wir uns die Fee im Märchen sagte: „Du kannst so viel
Goldstücke haben als Du Dir wünschst aber Du darfst nur einmal
wünschen.”
Ist ihre Prophezeiung nicht erfüllt wenn ich kriege was ich
wünsche?
Und war meine Wahl nicht unbeschränkt?
Wäre der Fall nicht ein andrer gewesen wenn sie mir eine Grenze gesetzt
hätte wie weit immer sie sie gezogen hätte?
Kann ich nun nicht sagen: die Freiheit die
sie mir gelassen hat war unbeschränkt oder war
unendlich?
Und ist damit nicht eine Wirklichkeit
beschrieben?
Wenn nun einer sagt: Nein die Freiheit der Wahl ist nur eine
Möglichkeit so vermengt er hier den Satz daß mir die Fee eine
unendliche Freiheit gelassen hat welche keine Regel der
Grammatik ist, mit der Regel die mir erlaubt in Übereinstimmung
mit dem Versprechen den Fall
eine beliebige Zahl zu nennen.
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Man könnte das auch so sagen: Wenn man den Begriff der
Unendlichkeit in der Beschreibung
der Realität anwendet so ist in solchen Beschreibungen
z.B. nicht von unendlich langen
Linealen die Rede sondern von Linealen mit unendlichem
Krümmungsradius.
Und nicht
von unendlich vielen Goldstücken sondern von der
unendlichen Freiheit die mir die Fee läßt mir Goldstücke zu
wünschen.
Wenn wir sagen: die Möglichkeit der Bildung von Dezimalstellen in
der Division k154002 ist unendlich so stellen
wir hier keine Naturtatsache fest
sondern geben eine Regel.
Ebenso wenn wir sagen: diese Division kommt nie zu einem
Ende.
Denn sie kommt tatsächlich zu einem Ende wenn wir sie abschließen.
Sage ich nun : „ich lasse
Dir
unendliche Freiheit so viele
Stellen zu bilden als Du willst. ich werde Dich nicht daran
hindern”, so ist ist
das nicht die Aufstellung einer Regel sondern eine Vorhersage
in der das Wort „unendlich” auftritt.
Nun sagt man „ja, aber doch nur als Beschreibung einer
Möglichkeit nicht einer
Wirklichkeit”.
Aber ich sage: nein, einer Wirklichkeit aber
natürlich nicht der von unendlich vielen Stellen aber das ist doch
auch gerade der
grammatische
Fehler den wir vermeiden müssen.
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Wenn man sagt daß dieses Gebiet unseres Gegenstandes
außerordentlich schwer ist so ist das insofern nicht wahr als nicht
etwa von schwer
vorstellbaren oder komplizierten Dingen
die Rede ist, sondern nur insofern als es außerordentlich schwer ist an den
unzähligen Fallen die hier in der Sprache für uns aufgestellt
sind vorbeizukommen.
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Und es bleibt natürlich in diesen Erfahrungssätzen
„unendlich” die Eigenschaft einer Regel wenn man es so
ausdrücken will & das heißt nichts anderes als daß es
auch hier durch „u.s.w.
ad inf.” wiedergegeben werden kann &
zugleich ist das auch alles was damit gemeint ist; die
Unendlichkeit sei
ein Produkt der
Möglichkeit.
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Muß man sagen die Konstruktion des 7-Ecks ist
unmöglich?
Wie wenn es nicht so nahe läge zu versuchen
diese Konstruktion zu machen & man
zuerst die arithmetische Formulierung
gekannt hätte.
Man könnte in der Mathematik alles mögliche
ausdenken was nicht möglich wäre.
Es müßte richtiger heißen: Ein Analogon mit der Reihe
der Konstruktionen mit Zirkel & Lineal einerseits
& der Reihe der Vielecke anderseits gibt es in dieser Reihe
nicht.
Dies ist nicht anders als wenn man sagt die Division von
2 durch 4 ist im System der Kardinalzahlen nicht möglich
d.h.: es
gibt sie
dort nicht.
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Die Reihe der
n-Eck-Konstruktionen
enthält kein 17-Eck. So wie die
Reihe der Kombinationszahlen nicht die Zahl 3 enthält.
Hat man einmal den „strengen” Begriff der
n-Eckskonstruktion so gibt es für diese keine Versuche der
Konstruktion des n-Ecks & ehe man ihn hatte war unser Begriff
ein anderer.
Denn die mathematische Form ist in der Mathematik das|
entspricht in der Mathematik dem Zeichen des Begriffs.
Und verschiedene Formen sind verschiedene
mathematische Begriffe
auch wenn sie die Wortsprache gleich
benennt.
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Denken wir uns jemand stellte sich
folgendes Problem.
Ich
will ein Spiel| Erst ein Spiel zu erfinden, das folgenden
Bedingungen gemäß auf einem Schachbrett gespielt
wird.
Jede Seite| Die eine Seite soll 6 Steine haben
darunter gleichberechtigte die ich Bürger nenne &
zwei die ich Konsulen nennen will.
Diese beide sollen etwas andere Züge machen dürfen
als die Bürger.
Man nimmt einen Stein des andern indem man den eigenen
an die Stelle des fremden setzt.
Der hat verloren
der beide Konsulen
verloren hat.
Das Ganze soll Ähnlichkeit mit dem 1.
Punischen Krieg haben.
Denken wir uns es stellte sich das Problem in der Form: Wie
kann man in so einem Spiel gewinnen?
Das wäre eine ganz analoge Problemstellung wie die der
Mathematik.
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Man könnte sagen: Der bewiesene mathematische Satz hat in
seiner Grammatik zur Wahrheit hin ein Übergewicht.
Denn wenn ich sage: „Wenn wir seinen Sinn verstehen
wollen so fragen wir, wie er bewiesen wird” so ist da doch
ein Fehler: Es müßte
ja heißen:
„fragen wir ob er oder sein Gegenteil bewiesen wird
& wie”.
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Ist er nun bewiesen, was ist dann der Sinn seines Gegenteils.
D.h. Ist die Analogie zwischen
mathematischen & andern Sätzen nicht nur dort
vorhanden wo der Zweifel ob ein Satz wahr oder falsch ist eine bestimmte
Form annimmt, z.B. in Sätzen der Art
25×25=625?
Wo nämlich zwar
25×25 nicht
624 ist aber dafür
20×31'2=624.
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a+(b+c)=(a+b)+c
Wenn ich das negiere so hat das nur einen Sinn wenn ich etwas
sagen kann wie: Es ist nicht a+(b+c)=(a+b)+c
sondern =
(a+b)+(c+1)!
Was ist der Raum in welchem ich den Satz ausschließe &
was ist um ihn herum das nicht ausgeschlossen wird.
Oder welches ist
der Raum in dem mein Satz eine Grenze zieht?
Nun der Fermatsche Satz: Es ist so &
nicht wie?
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Es gibt etwas
was wir
das Ausrechnen von
25×25 oder die
Kontrolle von
25×25=625
nennen.
Kann man nun
a+(b+c)=(a+b)+c
ausrechnen?
Je nachdem ob man es als ausrechenbar oder unausrechenbar betrachtet
wird es beweisbar oder nicht.
Denn ist es eine Regel der jede Ausrechnung folgen muß ein Paradigma dann
hat es keinen Sinn von einer Ausrechnung zu reden sowenig wie von der einer
Definition etwa
1+1=2
Def.
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Das Wesentliche an der Möglichkeit der
Ausrechnung
ist hier
immer
das Zugehören zum Zählsystem.
Und es ist wichtig daß auch die Art der Rechenfehler
die die richtige Ausrechnung vermeidet im System der Rechnung
gegeben ist.
Z.B. ist (a+b)2 =
a²+2ab+b² nicht
a³+4ab aber
(a+b)2 =
log a wäre kein möglicher Rechenfehler in diesem
System.
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Insofern man die Unmöglichkeit der 3-Teilung als eine
wirkliche Unmöglichkeit darstellen kann, indem man
z.B. sagt: „Versuch
nicht den Winkel in 3 Teile
zu
teilen es ist hoffnungslos!”,
insofern beweist der Beweis der Unmöglichkeit
diese nicht.
Daß es hoffnungslos ist zu versuchen, das hängt mit
physikalischen Tatsachen
zusammen.
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a+(b+c)=(a+b)+c
Man kann nicht sagen „ich werde ausrechnen daß es so
ist” sondern „ob es so ist”.
Also ob so oder anders.
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Ich könnte ja auch ganz beiläufig (siehe
andere Bemerkungen) sagen:
„25×64=160
64×25=160,
das beweist daß a×b=b×a
ist” (& diese Redensart ist nicht vielleicht lächerlich
& falsch; sondern man muß sie nur richtig| recht
deuten).
Und man kann richtig daraus schließen: also läßt sich
a∙b=b∙a in
gewissem Sinne beweisen.
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Und ich will sagen nur in dem Sinn in welchem die
Ausrechnung so eines Beispiels Beweis des algebraischen Satzes
genannt werden kann ist
der Skolemsche Beweis ein Beweis
dieses Satzes.
Nur insofern kontrolliert er den algebraischen Satz.
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Nun redet man vom Beweis des Satzes ~(∃n)∙x3+y³
= zⁿ∙n>2.
Das ist also wohl die Art & Weise wie man ausrechnet daß das so
ist.
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Die Philosophie prüft nicht die Kalküle der Mathematik sondern nur
was die Mathematiker über diese
Kalküle sagen. |
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„Ich habe ausgerechnet daß es keine Zahl gibt…”
In welchem Rechnungssystem kommt diese Rechnung vor?
Dies wird uns zeigen in welchem Satzsystem der
errechnete Satz ist.
(Man fragt auch: „wie rechnet man so etwas
aus”.)
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„Ich habe gefunden daß es eine solche Zahl
gibt.”
„Ich habe ausgerechnet daß es keine solche Zahl
gibt.”
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Im ersten Satz darf ich nicht statt „eine”
„keine” einsetzen.
Und wie wenn ich im zweiten statt „keine”
„eine” setze?
Nehmen wir an die Rechnung ergibt nicht den Satz
~(∃)
etc. sondern (∃…)
etc.
Hat es dann etwa Sinn zu sagen: nur Mut, jetzt mußt
Du einmal auf eine solche Zahl kommen wenn Du nur lang genug
probierst?
Das hat nur Sinn wenn der Beweis nicht
(∃…)
etc. ergeben sondern dem Probieren Grenzen
gesteckt hat
also etwas ganz
anderes geleistet hat.
D.h. Das was wir den Satz
„Es gibt eine Zahl…”
nennen den der uns hilft eine solche Zahl zu suchen
hat nicht zum Gegenteil den Satz
~(∃) …
sondern einen Satz der sagt daß in diesem Intervall
keine Zahl ist die ….
Was ist das Gegenteil des Bewiesenen?
Dazu muß man auf den Beweis
schauen.
(Das Gegenteil des Satzes ist das was durch einen bestimmten
Rechenfehler bewiesen worden wäre.)
Wenn nun z.B. der Beweis daß
~
(∃…)… eine Induktion ist die zeigt, daß
soweit wir auch gehen eine solche Zahl
nicht vorkommen
kann (ähnlich wie wir beweisen daß es keine
Kardinalzahl gibt
die mit 3 multipliziert 7 ergibt) so ist das
Gegenteil dieses Beweises (ich will einmal diesen Ausdruck gebrauchen)
nicht der Beweis davon daß es eine Zahl gibt
etc. ….
Es ist hier nämlich nicht wie im Fall des Beweises daß keine der
Zahlen a b c d die Eigenschaft ε hat die man immer
als Vorbild vor Augen hat.
Hier könnte ein Irrtum darin bestehen daß ich glaubte c hatte die
Eigenschaft & nachdem ich den Irrtum eingesehen
hatte, wüßte ich daß keine der Zahlen die
Eigenschaft hat.
Die Analogie bricht eben hier zusammen.
(Das hängt damit zusammen daß ich nicht in jedem Kalkül
in dem ich Gleichungen gebrauchen darf eo ipso auch
Verneinungen der Gleichungen gebrauchen darf.)
Denn
3×3≠7
heißt nicht einfach daß die Gleichung
3×3=7 nicht
in meinem Kalkül vorkommt wie die 3×3=x sondern
die Verneinung ist eine Ausschließung innerhalb eines von vornherein
bestimmten Systems.
Eine Definition
kann ich nicht in
dem Sinn verneinen wie eine nach Regeln abgeleitete Gleichung.
Es hat zwar keinen Sinn vom Beweis des Gegenteils von
28×15 =618
zu reden| eines Satzes zu reden der bewiesen wurde da es diesen
Beweis eo ipso nicht gibt wohl aber vom Beweis des Gegenteils eines
analogen Satzes im selben System⇆.
Und der Vergleich
mathematischer Sätze
mit dem was wir sonst Sätze nennen ist nur möglich solange wir von
Verneinungen & Beweisen des entgegengesetzten
Satzes in
diesem
Sinn reden können.
Das heißt: das mathematische Kriterium dafür ob ein
Satz richtig oder falsch ist kann sich nicht auf diesen
Satz allein beziehen sondern auf das System dem er angehört.
D.h. was das Gegenteil
⇄ eines
Satzes ist muß ich aus den Rechnungsregeln
entnehmen die angeben wann ein Satz einer
bestimmten Art (eines Systems) bewiesen ist
& wann sein Gegenteil.
— Von dem Gegenteil kann hier nur
allgemein die Rede sein.
—
In diesem Sinne ist aus den Rechnungsregeln der
Multiplikation zu entnehmen wann ein Satz
a×b=c & wann
sein Gegenteil als bewiesen anzunehmen ist.
Wie ist es aber im Falle des Beweises daß es kein n gibt wofür
n×3=7
∙ n>3 ist?
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Der Existenzbeweis (in unserm Sinne) ist
offenbar der Beweis der Existenz einer
Zahl im Intervall I.
Denn wenn man sagt das Intervall ist nicht wesentlich denn ein anderes
hätte es auch getan so heißt das natürlich nicht daß es
das Fehlen einer Intervallangabe auch getan hätte.
Der Beweis der Nicht-Existenz nun hat zum Beweis der
Existenz nicht das Verhältnis eines Beweises von p zum Beweis des
Gegenteils.
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Man sollte glauben in den Beweis des Gegenteils von
(∃---) sollte sich
eine Negation verirren können
die
irrtümlicherweise
~(∃x)
beweist.
Gehen wir doch einmal, umgekehrt, von den Beweisen aus &
nehmen wir an sie wären uns ursprünglich gezeigt worden & wir
wären dann gefragt worden: was beweisen diese Sätze, würden wir sagen
der eine beweist das Gegenteil des andern?| [der
eine beweist die entgegengesetzte Art von Satz als der
andere?]
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Ich sage z.B.: Ich weiß wie man
37×18=426
kontrolliert; kommt auf die & die Weise 426 heraus so
stimmt
der Satz, kommt auf diese Weise eine andere Zahl
zustande dann ist sein Gegenteil wahr. —
Gibt es nun eine ähnliche Überlegung für den Beweis
des Satzes „(∃n)
etc.”?
Hier mache ich überhaupt einen Fehler indem ich den
Existenzbeweis im allgemeinen Fall mit dem des Probierens im Intervall
im besondern Fall verwechsle.
Auch wenn mir ein Existenzbeweis zuerst das Intervall gewiesen
hat so beweist doch die Existenz die gefundene
Zahl (oder die gefundenen
Zahlen).
Sieh auf die Beweise & entscheide dann was sie
beweisen!
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Das was ich über die unendliche Teilbarkeit des Gesichtsraumes
gesagt habe beruht glaube ich auf einem
Irrtum.
Wir müssen ja wohl an den Fall denken wenn wir eine Strecke sehen etwa die Länge eines länglichen
schwarzen Fleckes an einer weißen Wand.
Wenn ich nun z.B. sage: er läßt sich
in die Hälfte teilen, so bezieht sich mein Satz unmittelbar auf den mir
gegenwärtigen Fleck.
Verschwindet dieser so
ist es sinnlos zu
sagen, er ließe sich in die Hälfte teilen denn das Wort
„er” hat ohne ihn keine Bedeutung, der Fleck
selbst ist Teil meines Symbols.
Nun sollte aber der Satz „er läßt sich in 2 Teile
teilen” bedeuten „es hat Sinn — ob wahr
oder falsch — von ihm auszusagen er sei
geteilt”.
Nun wie läßt sich denn das hier sagen.
Wenn der Fleck selbst zum Symbol gehört läßt es sich nicht sagen.
Anders
ist es wenn er nur seinen Ort bezeichnet.
Es hat Sinn zu sagen: Wo Du jetzt den schwarzen
Fleck siehst wirst Du gleich einen zweifärbigen sehen.
Es gibt ein bestimmtes Phänomen, die Änderung der Farbe eines
Flecks im Gesichtsfeld unter beibehaltener Form.
Hat es nun in jedem Fall Sinn so eine Zweiteilung zu
prophezeien? & wovon hängt das ab?
Etwa davon ob ich mir sie „vorstellen
kann”??
Denn in gewissen Fällen werde ich wohl sagen: das
ist
unmöglich.
Etwa wenn mir gesagt würde, ich werde einen Fixstern halb rot
halb gelb sehen.
Erinnere Dich hier an die Sprachspiele mit grünen & roten
<…> & den Sinn von wahr
und falsch.)
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Hat es einen Sinn zu sagen: ich hätte nicht geglaubt, daß sich
dieser Strich noch teilen läßt?
Woher weißt Du, daß es nach der Teilung noch dieser Strich
ist.
Und es gibt hier auch einen sehr typischen
Fall der Unsicherheit.
Wenn man nun sagen wollte „was meinst Du damit daß Du diesen
Streifen halb rot halb weiß
sehen wirst”.
Wie würde ich, was ich meine, also die Grammatik erklären
müssen?
Hier kann zweifellos ein Vorstellungsbild in
meinen Symbolismus eintreten.
Ich könnte die Sache aber auch so erklären indem ich an meinen
 154002
einfarbigen Streifen
einen zweifarbigen anlege u.s.w.
Man sagt auch
„so habe
ich mir's nicht vorgestellt”, „so
habe ich's nicht gemeint”.
Die Vorstellung ist eben ein Muster, ein Teil der Sprache.
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Wenn man sagt die Strecke im Gesichtsraum sei unendlich teilbar so meint
man etwas Analoges wie wenn man
sagt ein Fleck könne im Gesichtsraum unendlich viele Lagen einnehmen
was nur heißt daß keine Anzahl von Lagen in irgend einem Sinn
bestimmt ist.
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Kontrolle ist eine Methode die man anwenden kann
unabhängig davon ob der Satz wahr oder falsch ist.
„Das werden wir gleich ausrechnen.”
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Die Methode der Kontrolle kann ich beschreiben.
Wenn ich sie nun für einen bestimmten Fall beschreiben wollte so
könnte ich nicht sagen ergibt
25×628 dann ist
… ergibt es 624| nicht 625 dann ….
Denn ich kann den Fall in dem es nicht 628 ergibt natürlich nicht
beschreiben das heißt nichts.
Dagegen ist meine Beschreibung allgemein
& lautet: ergibt a + b c wie in … dann … ergibt es
nicht c
wie in … dann ….
Ich kann den Fall beschreiben
wenn eine
Multiplikation eine Zahl nicht ergibt aber nicht
den wenn 25×25
125 nicht ergibt.
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So beschreibe ich die Kontrolle der Teilbarkeit
(etc.).
Ist die Zahl durch 8 teilbar so … nicht
„ist 128 durch 8 teilbar so…”.
So gibt es für die Sätze (∃x)
etc. & ~(∃x) eine
Kontrolle wenn es sich um endliche Klassen von Zahlen handele.
Denken wir nun an die Frage: hat die Gleichung
x²+ax+b=0 eine
reelle Lösung?
Hier gibt es wieder eine Kontrolle & die Kontrolle scheidet
zwischen den Fällen (∃)
etc. & ~(∃)
etc.
Kann ich aber in demselben Sinne auch fragen &
kontrollieren ob die Gleichung eine Lösung hat, es sei denn daß ich diesen
Fall wieder mit anderen zusammenstelle, in ein System
bringe?
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Der Satz daß dieser Beweis rekursiv ist, ist in einem ganz
andern Sinne Satz der Mathematik als der welcher eine Kontrolle
zuläßt.
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Der Beweis antwortet im
ersten Fall auf eine Frage & die
beiden
Alternativen der Frage können natürlich
beschrieben werden.
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<…>
Ich kann freilich fragen „ist
25×25 625 oder
nicht”; aber darauf erfolgt gleich die
Frage: Wie wirst| kannst Du das herausfinden
& die Antwort darauf ist die Beschreibung der allgemeinen Methode der
Kontrolle.
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In Wirklichkeit schafft „der Beweis des
Hauptsatzes” eine neue Art Zahlen.
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Die Philosophie der
Mathematik
besteht in einem äußerst
detaillierten Durchdenken der
mathematischen Beweise (nicht darin daß man die
Mathematik mit einer Dunstwolke
umgibt).| ]mit einer
Dunstsphäre
umgibt).]
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Die Frage ist immer worin besteht die Beschreibung des Gegenteils, worauf
stützt sie sich auf welche Beispiele & wie sind diese Beispiele mit
einem besondern Fall verwandt.
Dies ist nicht vielleicht nebensächlich
sondern
absolut wesentlich.
„Jede Gleichung hat eine Wurzel” & wie ist es
wenn sie keine hat?
Können wir diesen Fall beschreiben wie den wenn sie keine
rationale Lösung hat?
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Sehen wir uns einen Induktionsbeweis an
etwa den des Satzes daß keine Zahl die größer als 1 ist mit
3 multipliziert 5 ergibt
3×2=5+1
3×a=5+b
3×(a+1)=(5+(b+3))
3×(a+1)=(3×a)+3=(5+b)+3=5+(b+3)
Was läßt sich nun in diesem Beweis verneinen & durch welche
Modifikation wird das Gegenteil
bewiesen?
Offenbar nur durch die
Modifikation des ersten
Satzes.
Wurde also in einem Satz ein Rechenfehler gemacht so kann durch Richtigstellung dieses Fehlers das Gegenteil
von dem bewiesen werden was hätte bewiesen werden sollen.
Dagegen kann kein Rechenfehler in der zweiten
Gleichung den … Beweis
ins Gegenteil
verkehren.
(Gesetz des
ausgeschlossenen Dritten)
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D.h. Wenn mir nachgewiesen wird daß ich mich
in der zweiten Gleichung geirrt habe so bin ich damit
nicht im Stande das Gegenteil des Satzes ~(∃)
etc. zu behaupten.
Nun, das könnte man freilich auch von einem Fehler in
der Rechnung
25×25
etc. sagen denn damit daß ein Fehler
nachgewiesen wäre, wäre das Resultat
nicht als falsch erwiesen, aber nur, weil vielleicht noch ein zweiter Fehler
vorliegt; weil ja die Rechnung in jedem
Falle eine Kontrolle des Satzes ist & wenn sie
vollkommen richtig ist den Satz oder das Gegenteil beweist.
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Der allgemeine geometrische
Beweis der Euklidischen Art ist das
was alle besonderen Beweise etwa für bestimmte Dreiecke
gemeinsam haben.
Nur beweist er es erst dann für das Dreieck … wenn dieses Dreieck
gegeben wird. |
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Der Induktionsbeweis ist die allgemeine
Form
von (oder für) Rechnungen.
Aber das Gegenteil des Vorhandenseins dieser Form ist nicht etwa der
Besitz einer Form die ihr widerspricht.
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Ich will doch sagen wenn der Beweis für ~(∃---)
etc. geliefert wäre & wäre unique so wäre er
auch nicht der Beweis eines Satzes.
Denn dann würde man fragen können: Wie wäre es wenn es anders
wäre?
Oder: Was ist das System in welchem es nur für das Gegenteil
Raum gibt?
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Der Beweis sieht sein eigenes Gegenteil vor durch das Rechensystem zu dem
er gehört (gehören wird).
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Man muß bedenken, daß der Satz, daß es keine Zahl gibt die …, nicht
extensional zu verstehen ist sondern wesentlich das ist, was
der Induktionsbeweis
zeigt.
Was aber zeigt er?
Was ist sein Resultat?
Er zeigt sich nur selbst.
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Der Induktionsbeweis
ist wohl
richtig aufgefaßt das was Beweise gemeinsam haben
& kein Beweis selbst.
Und insofern entspricht ihm der allgemeine Satz als
auch aus diesem so wie aus dem Beweis
beliebig
viele besondere Sätze folgen.
Man könnte den Induktionsbeweis auch als eine
Beweisreihe mit dem
u.s.w. ad
inf. schreiben.
Aber eine Reihe von Beweisen ist nicht ein Beweis oder nur in einem ganz
andern Sinne des Wortes.
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Kann man sagen „prüfen wir ob dieser Satz für
alle n gilt oder ob er für irgendwelche nicht
gilt”?
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Denken wir Einer sagte: „prüfen wir
einmal nach ob f für alle n gilt.”
Nun fängt er an & sagt nach ein paar Versuchen „ich sehe
schon daß es für alle gilt”.
Darauf sage ich ja wenn Du das mit dem Satze
(x)
f(x) meintest!
Aber so hat er also nachgeprüft ob er eine Induktion findet
aber, wenn er nun keine findet hat er doch damit auch
nicht eine Zahl gefunden die der Bedingung nicht
entspricht.
Denn die Kontrolle würde lauten: Sehen wir nach ob
sich eine Induktion findet oder ein Fall für den das Gesetz nicht
gilt.
Aber diese beiden sind ja nicht Alternativen.
(Satz des ausgeschlossenen
Dritten!)
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Wenn das Gesetz des ausgeschlossenen
Dritten nicht gilt so heißt das nur
daß das
Gebilde nicht mehr mit einem Satz zu vergleichen
ist.
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Man kann wohl sagen wenn die Induktion stimmt dann kann ich keine Zahl
finden die den Bedingungen nicht entspricht weil
die Induktion der Beweis jedes besonderen Satzes ist.
Und anderseits, wenn ich einen Wert von a gefunden
habe so daß ~ fn dann kann die Induktion erst
hinter a anfangen.
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Die Induktion ist die gemeinsame Form von
Beweisen denen jedem die
Auffindung eines Satzes ~fa widersprechen
würde.
Darum sage ich sie beweisen einen Satz (n)
f(n).
Denn das Verhältnis zwischen Induktion &
~fa ist nun ähnlicher wie
das von „alle Menschen sind
sterblich” &
„ist ein Mensch & nicht
sterblich”.
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Im Fall des Beweises von
25×25=625
sage ich, vielleicht habe ich mich geirrt &
25×25 ist nicht
625.
Aber im Falle des Beweises von (n)f(n) in
--- .
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Statt „es gilt für alle” kann ich sagen „es
gilt für jeden den Du aufschreibst”.
& nicht „die Induktion beweist daß es für
alle n gilt” sondern daß jeder Satz
fn den Du aufschreibst
stimmt.
Oder richtiger die Induktion beweist jeden Satz von der Form
fn
den Du anschreibst.
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(n) fn heißt dann
jeder Satz fn den Du angibst ist
richtig.
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Die Induktion ist kein Beweis sondern die Konstruktion einer Reihe
von Beweisen.
Daher wenn diese Konstruktion nicht vorhanden ist ist keiner der Sätze
negiert deren Beweise die Induktion zusammengehalten hätte.
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Man kann die Induktion nicht mit einem Beweis vergleichen.
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Ich kann nicht den Fall beschreiben wo diese Division ausgeht
& nicht ausgeht, aber den Fall wo eine Division ausgeht
oder nicht ausgeht
& nicht
den Fall daß diese Gleichung nur
durch reelle & nur durch imaginäre Zahlen lösbar
ist aber den Fall daß eine Gleichung …
Und so müßte ich also auch den Fall beschreiben können wo eine
Gleichung eine oder keine Lösung hat &
rechnerisch zwischen ihnen entscheiden können.
Und ähnlich muß der
Fall auch für den FermatschenFermat, Pierre de Satz
liegen.
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„Hat diese Gleichung eine Lösung?” —
Welches
ist das Satzsystem dieser Frage?
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Den Motor eines Autos umgekehrt laufen zu lassen ist unmöglich, oder würde
die größten Änderungen bedingen, aber den Wagen verkehrt
laufen zu lassen genügt ein leichter Handgriff.
So schaut es manchmal aus als ob Menschen die das
Entgegengesetzte tun fundamental entgegengesetzt
sein müßten & man dann oft sagen muß, der
Gegensatz sei nur im Getriebe basiert in den tieferen Schichten
& ein verhältnismäßig leichter Ruck würde hier
die Bewegung umkehren. ||
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Wie kommt es daß ich diesen Satz (den geometrischen
oder arithmetischen) nicht für jeden Fall wieder beweisen
muß?!
Aber Du mußt es ja, indem Du nämlich den Satz hinschreibst
denn das Übrige ist nur was allen Beweisen solcher
Sätze gemeinsam ist.
(Du mußt den Satz für jedes Dreieck wieder beweisen denn er
ist ja erst für ein
Dreieck bewiesen wenn dieses Dreieck gezeichnet
ist.
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(Warum nenne ich| nennst
Du denn diesen Beweis (die Induktion) den Beweis dafür daß
(n)~f(n)?!
Nun, siehst Du denn nicht daß der Satz wenn
er für 2 gilt auch für
3 gilt & dann
auch für 4 &
daß es immer so weitergeht.
(Was erkläre ich dem, dem ich das Funktionieren des induktiven Beweises
erkläre?)
Du nennst ihn also
einen Beweis für
„f2∙f3∙f4
u.s.w.” solltest Du aber nicht sagen
er sei die Form der Beweise für uf2ⁿ & uf3ⁿ &
uf4ⁿ u.s.w.?
Oder kommt das auf eins hinaus?
Nun, wenn ich die Induktion den Beweis eines Satzes nenne dann
darf ich es nur wenn das nichts andres heißen soll als daß
sie jeden Satz einer gewissen Form beweist.
(Und mein Ausdruck bedient sich einer Analogie).
Wenn ich aber sage, ich <…>
den Beweis von (n)fn so führt mich
die
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Analogie dazu daß es Sinn haben muß zu sagen die Induktion beweise daß
dies & nicht das
Gegenteil der Fall ist.
Welches wäre| ist aber das Gegenteil.
Nun daß (∃n)fn der Fall
ist.
Damit verbinde ich nun zwei Begriffe: den einen den ich aus meinem
gegenwärtigen Begriff des Beweises vom Begriff n herleite &
einen andern der von der Analogie mit
(∃x)fx hergenommen
ist.
(Du mußt ja bedenken
daß der Satz
(n)fn unsinnig
ist solange ich kein Kriterium seiner Wahrheit habe & dann nur den
Sinn hat den ihm dieses Kriterium
gibt.
Denn ich konnte ehe ich dieses Kriterien hatte etwa nach einer
Analogie zu (x)fx
ausschauen aber erst als ich sie hatte hatte ich den Sinn von
(n)f(n)).
Was ist denn das Gegenteil von dem was der Induktionist
beweist?
Was ist das Gegenteil von dem was der Beweis von
(a+b)2 =
a² + 2ab + b² beweist — oder auch was ist
das Gegenteil dieser Gleichung —
z.B. (a+b)2 =
a²+3ab+b²
ein Satz der durch
den bewiesenen widerlegt wird.
Welcher Satz
ist nun durch die Induktion
widerlegt? —
Jeder Satz der Form ~f(n).
Der Beweis a+b2
etc. rechnet aus daß a+b2 =
a²+2ab+b² ist & nicht
=
a²+3ab+b² etc.
Wenn man nun analog fragt was rechnet denn der
Induktionsbeweis aus so muß man sagen er rechnet aus daß
3×2=5+1
ist und z.B. nicht
3×1=6+1.
Wir lernen daß a+…=--- ist &
nicht … aber dieses Gegenteil entspricht
ja nicht
dem Satz (∃)ϕx.
Aber rechnet denn die Induktion nicht auf
f2
aus? nein denn das tut sie erst wenn
f(2) angeschrieben ist.
Und wenn es angeschrieben ist dann ist ~f(2) ein Gegensatz
des ausgerechneten Satzes aber nicht (∃n)~fn
oder nur, wenn das heißen soll daß jeder Satz der Form
~
fn im Gegensatz zur Induktion ist.
Man kann einfach fragen: Wie gebrauche ich den Ausdruck
„der Satz (∃n)fn”
korrekt, was
ist seine Grammatik?
Den
… Mathematiker muß es
bei meinen mathematischen
Ausführungen grausen denn die Schulung die er hat hat
ihn immer dekouragiert sich Gedanken & Zweifeln
der Art wie ich sie aufrolle hinzugeben.
Er hat sie als etwas Verächtliches ansehen lernen
& hat, um eine der Analogien aus der Psychoanalye zu
gebrauchen, einen Ekel vor diesen Dingen erhalten wie vor etwas
Infantilem.
D.h. ich rolle alle jene
Probleme auf die etwa ein Knabe beim Lernen der
Mathematik als Schwierigkeiten
empfindet
&
die er unterdrücken muß um ungehindert weiter zu
kommen. | [& die der Unterricht unterdrückt um
fortschreiten zu können.]
Ich sage also zu diesen unterdrückten Zweifeln: ihr habt ganz recht,
fragt nur & verlangt eine Aufklärung.
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Es hätte keinen Sinn zu sagen ~
((a+b)2 =
a²+3ab+ b²) wenn man das nicht
ausdrücklich als einen Satz erlaubt hätte oder
25×25≠620
wenn man diesen Satz nicht ausdrücklich in den Kalkül
hineingenommen
hätte.
(In der Volksschule rechnet man mit solchen Sätzen nicht sondern
tut falsche Gleichungen wie
25×25=620
als nicht zum Spiel gehörig ab.)
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Darum| Daraus weil ich diesen
Ausdruck in gewissen Verbindungen gebrauche folgt nicht daß ich ihn in
allem analog dem Ausdruck „der
Satz (∃x)fx”
gebrauche.
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Wenn wir nocheinmal die Analogie des
„Induktionsbeweises” mit den andern Beweisen besehen
so ergibt sich folgendes:
Es gibt ein
Serie von Beweisen
3×2=5+1
3×2>5
3×(2+1)=(3×2)+3 =
(5+1)+3=5+(1+3) 3x
3×(2+2)=(3×(2+1))+3
= (5+(1+3))+3= …5+(1+3+3)
Jeder dieser Beweise ist von der Art dessen von
25×25=625
oder etwa
25×25=125×5.
Sie endigen in Sätzen die wir nach den Regeln kontrollieren.
<…>
Diese Beweise nun bilden ein bestimmtes
Muster… (was man z.B.
durch Unterstreichen & Verbindungsstriche
sichtbar machen kann).
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Und ich kann nun die Beweise abkürzen
indem ich etwa
statt der 2ten Gleichung schreibe
0'(3×2=5+1)
statt der zweiten
02'(3+2=5+1)
((2+2))>5 u.s.w.
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Am Schluß wird jeder dieser Beweis zu weiter nichts als dem
bewiesenen Satz der gleichsam den Index enthält & die
allgemeine Form.
Das Beweisen besteht dann nur darin daß man den gegebenen Satz als einen
Fall der Form
erkennt, die
beide in Verbindung bringt.
Wir sehen etwa auf den Satz hin & sagen:
Ja die linke
Seite ist von der Art dieser linken Seite so
müßte die rechte Seite nun dies sein & das ist sie
auch.
Jeder dieser Beweise kontrolliert eine durch Sätze beantwortete
Frage.
Nun sagt man aber die allgemeine Beweisform sei der Beweis eines
allgemeinen Satzes.
Das soll heißen daß sie die Beweisform
für die Sätze
f2, f3,
f4 u.s.w. ad
inf. ist.
Wenn man sich aber so ausdrückt so kann man nicht sagen ich werde
prüfen ob der allgemeine Satz richtig oder falsch
ist.
Denn man hat ja nun keine allgemeine Methode zur Prüfung dieses
Satzes als Teil eines Satzsystems gegeben.
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Wenn es hier eine Prüfung gibt so ist es immer <…> ob alle n
die oder jene| nicht die Eigenschaft haben aber nicht ob
alle sie haben oder einige sie nicht haben.
Wir haben dann ein System von Induktionen &
rechnen z.B. aus, daß alle
Gleichungen der Klasse eine rationale Lösung haben dagegen nicht die der Klasse 5 etc.
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Daher wir es seltsam finden wenn uns gesagt wird die
Induktion beweise den allgemeinen Satz da
wir das richtige Gefühl haben daß wir ja in terms der
Induktion die allgemeine Frage gar nicht hatten stellen
können.
Da uns ja nicht zuerst eine Alternative gestellt war (oder nur zu
sein schien solange
wir eine
extensive Auffassung aller Zahlen
hatten?).
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Die Frage nach der Allgemeinheit hatte vor dem Beweis noch gar keinen Sinn
also war sie auch keine Frage denn die hätte nur Sinn gehabt
wenn eine allgemeine Methode bekannt war ehe der besondere Beweis
bekannt war.
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Denken wir uns es hätten sich Leute
darüber gestritten ob die Division
1:3 lauter Dreier
ergebe plötzlich fällt dem Einen
die induktive Beziehung in der Division
k154002 auf & er sagt:
„ich weiß wie es ist: es werden lauter 3 kommen
das seht ihr etc.”
Aber die Andern hatten ja in ihrem Streit gar nicht an diese Art
der Entscheidung gedacht sondern es hat ihnen eine extensive
Entscheidung vorgeschwebt.
Wenn sie nun weiter an eine Extension denken
so hat der der die Induktion gefunden hat
allerdings bewiesen daß lauter 3 folgen werden denn die Induktion
beweist das für jede Extension.
Geben sie aber diese Idee auf, dann wird nun die Frage zu einer anderen
<…>: entsteht in diesen Fällen eine Induktion & das
heißt hier: bleibt der Rest der den
Dividenden gleich ist? &
das läßt sich entscheiden.
Die Frage hat aber jetzt gänzlich ihren Charakter gewechselt
& die alte extensive
Ausdrucksweise
ist nun äußerst irreleitend.
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Der Ausdruck d, a, a, u.s.w. ist
der unexakte Ausdruck nicht
unexakter als der des allgemeinen Gliedes.
Denn auch dieses verläßt sich auf die Kenntnis der
Zahlenreihe & diese kann nicht durch ein allgemeines Glied etwa
n vermittelt werden!
Vielmehr ist n wesentlich die unabhängige Variable.
Und worin unterscheidet sich
die Reihe k154003 … von der
| ||
|||…?
Wir schreiben die Form der ungeraden Zahlen heute
2n+1 aber die Form der
Kardinalzahlen könnte geschrieben werden n-1/2 wo n die Reihe der
ungeraden Zahlen durchläuft.
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In der Welt der Euklidischen Elemente kann ich ebensowenig nach der
3-Teilung fragen als ich nach ihr suchen
kann.
Es ist von ihr einfach nicht die Rede.
Es muß heißen: In dem Gebiet von Lineal
& Zirkel ist die 3-Teilung
nicht.
Ich kann nicht in der Sprache von Lineal & Zirkel von ihr reden
weil es da einen solchen Ausdruck nicht gibt sondern nur wo die Begriffe
3-Teilung & Lineal & Zirkel
getrennt sind.
Die 3-Teilung mit Lineal &
Zirkel ist nicht eine Konstruktion die ich
sozusagen banne, sondern es ist eine Beschreibung der nichts
entspricht.
Es heißt nicht die 3-Teilung mit Lineal
& Zirkel ist unmöglich etwa
wie wenn ich sagte sie wäre unerlaubt sondern ich will
sagen die 3-Teilung findet sich in der
& der Nachbarschaft der Lineal & Zirkel- Geometrie.
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Man kann nur in einem System fragen wo es sowohl die 3-Teilung als auch die Geometrie mit Lineal &
Zirkel gibt.
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Ich kann erst dann fragen wenn ich fragen kann: wo ist die
3-Teilung?
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Ich kann ja auch nicht fragen ob die 4 unter den
Kombinationszahlen
vorkommt wenn dies mein Zahlensystem ist.
Und nicht ob 1/2 unter den Kardinalzahlen vorkommt oder
zeigen daß es nicht unter ihnen steht außer in einem System in welchem
sowohl die Kardinal zahl als auch 1/2
vorkommt.
Aber dann auch nicht ob die 3
unter den Kardinalzahlen vorkommt.
Die
Ausrechnung muß Sinn haben.
Die Frage heißt vielmehr etwa so: Geht die Division
4:2
in ganzen Zahlen aus? & das läßt sich nur fragen
in einem System in welchem das Ausgehen & das nicht
Ausgehen bekannt ist.
Wir können nicht ausrechnen ob
81/3
eine
Kardinalzahl ist aber ob die Division ausgeht oder nicht.
Wenn also in
der
Formel die mir angeben soll ob die
3-Teilung möglich ist 3 eingesetzt wird.
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Die Wirkung einer in der Sprache eingeschlossenen falschen
Analogie.
Sie bewirkt einen ständigen Krampf & Beunruhigung (quasi einen
ständigen Reiz).
Es ist wie wenn ein Ding aus der
… Entfernung etwas
anderes zu sein scheint als aus der Nähe betrachtet;
wir sagen dann: Ach ja das ist ein Baum ….
Kaum entfernen wir uns ein wenig & verlieren die Erklärungen aus
dem Auge so erscheint uns eine Gestalt gehen wir darauf
näher zu so sehen wir eine andere nun entfernen wir uns wieder
u.s.w.
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Denken wir uns der beschriebene Konstruktionsvorgang wäre der der
fortgesetzten 2-Teilung einer
Strecke Denn es
könnte ja an die Konstruktion mit Lineal &
Zirkel eine weitere Bedingung
geknüpft sein. in
der euklidischen Weise.
Man würde nun fragen: gibt es in
diesem Prozeß eine
3-Teilung der Strecke.
Man könnte die Reihe der Teilungen etwa durch Zeichen
154003
etc. bezeichnen & nun fragen:
Kommt hier eine 3 vor.
Man hätte dann aber eigentlich nicht nach einer 3-Teilung gefragt.
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Das Problem der 3-Teilung ist kein
euklidisches.
(Wir wollen
nicht von
Lösungen im euklidischen System sondern von Problemen im
euklidischen
System reden
d.h. Fragen die in dieser Sprache Sinn
haben.)
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„Ist die 2-Teilung im
euklidischen
System möglich?”
Wie geht man diese Frage an wenn man die 2-Teilung noch nicht kennt.
Als physikalische Frage ist sie natürlich
möglich.
Denn im System der physikalischen Teilungen habe ich ja
die 2-Teilung (& auch die 3-Teilung…
etc.).
Das Problem lautet dann: Gibt es eine Konstruktion mit
Zirkel und Lineal
die die
physikalische Strecke der die physikalischen
∢ in
gleiche Teile teilt.
Aber das Kriterium, daß das eine Methode der 3-Teilung ist, ist dann auch ein physisches.
154004
Denken wir uns der Zirkel in unserer
Geometrie hätte eine konstante
Öffnung.
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Wenn man fragt: ist die
Konstruktion der
3-Teilung des
∢ möglich,
so könnte ich antworten: Was heißt das: ist sie
möglich? ist was möglich? ich kann
sie ja nicht einmal beschreiben.
Und ich kann nicht fragen: ist die 2-Teilung möglich, denn indem ich angebe
wonach ich frage habe ich ja die 2-Teilung
beschrieben.
(Ich kann natürlich fragen: ist die physikalische 3-Teilung oder 2-Teilung
möglich.)
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Buch >
Man kann nun fragen: ist diese
Konstruktion
eine Konstruktion
der 3-Teilung z.B.
154005?
Wir könnten uns denken er sähe die Konstruktion durch ein
verzerrendes Medium & die 3 Teile erschienen ihm gleich.
Und die Antwort ist natürlich nein diese Konstruktion erzeugt nicht
gleiche Teile, denn sie
erzeugt…. —
Aber man kann nicht fragen: „Wie teilt man den
∢ mit
Lineal &
Zirkel in 3 Teile?” noch:
„ist eine 3-Teilung …
möglich?”.
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Das Wort „möglich” ist
irreführend.
Es sollte heißen, gibt es eine
3-Teilung im
euklidischen
System.
Denn wenn man fragt ist sie möglich so möchte man immer
fragen: für wen? —
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Gibt es die 3-Teilung der Strecke im
α System?
Das kann heißen: kommt die Zahl 3 unter den Zahlen
2, 2², 2³
… vor? oder ist es möglich eine Strecke mit dieser Operation
in 3 gleiche Teile zu teilen.
Auch das kann beantwortet werden & zwar durch eine
Induktion.
Die erste Frage handelt eigentlich nicht von 3 Teilen
die
zweite wohl.
Welcher Art sind diese Fragen?
Für die erste gibt es eine Methode des Suchens.
Die zweite Frage ist: ist eine der Zahlen
2, 2²,
2³ etc. durch 3
teilbar.
Eine Induktion wird uns die Antwort ihrer Art geben.
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„Kann man den Winkel mit Lineal
& Zirkel dreiteilen?”
Wenn es unmöglich ist (logisch unmöglich)
wie kann man dann überhaupt danach fragen?
Wie kann man das logisch
Unmögliche beschreiben & nach seiner
Möglichkeit fragen?
D.h. wie kann man logisch
unzusammenpassende Begriffe zusammenstellen & sinnvoll nach ihrer
Möglichkeit fragen?
Es kann nicht heißen die 3-Teilung
mit Zirkel &
Lineal ist unmöglich wie es
etwa heißen könnte sie ist nicht erlaubt; sondern die 3-Teilung liegt nicht im Gebiet von
Zirkel & Lineal
sondern in einem andern
angrenzenden Gebiet.
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Die Frage ist vor allem was verstehe ich hier unter
„3-Teilung”? physische Teilung? Teilung
durch eine andere Konstruktion?
Die 3-Teilung von der ich spreche muß ja
doch möglich sein d.h. es muß Sinn haben
diesen Ausdruck zu gebrauchen, welche 3-Teilung ist gemeint?
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In dem Sinne z.B. in dem man sagen kann das Produkt
3×α ist in 3
Teile geteilt kann man ja von einem konstruierten Mittel
etwa des Winkels
sprechen.
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|(Wir sprechen von einer Teilung des Kreises in 7 gleiche
Teile & von einer Teilung eines Kuchens in 7 gleiche
Teile.)
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Man kann sagen: Diese Konstruktion
führt nicht zu einer Dreiteilung wenn z.B. das
Resultat der Teilung Teile im Verhältnis
1:1:3 sind.
(siehe 154006)
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Ich kann in dem System α wirklich
nicht von einer
3-Teilung reden dagegen kann ich die Zahlen
2, 2² 2³
etc. auffassen als Teil der Kardinalzahlen
& dann sagen daß 3 keine von ihnen ist.
Dies wäre der Fall wenn „eine 3-Teilung im System α gibt es nicht”
heißt es gibt da eine 4-Teilung oder die 3 kommt auf solche Weise nicht vor
womit eben nichts gemeint ist als daß in der Reihe
2, 2² … nicht
vorkommt oder 2≠3,
2²≠3, 2³≠3
u.s.w.
Dann aber könnte „eine 3-Teilung gibt
es nicht” heißen: nicht in diesem
System sondern in einem anderen ist sie, nicht in
α sondern in β.
Und das kommt darauf hinaus zu fragen welche Art der 3-Teilung ist
gemeint wenn man sagt es gebe sie nicht.
Wenn man die Geometrie mit Quadratwurzelausdrücken betriebe so
käme man gar nicht auf eine k154006.
Wie könnte man nun in dieser Geometrie nach der 3-Teilung fragen? oder nach der
k154006?
Nun es hat natürlich einen Sinn zu sagen daß
wir durch Superposition von √ nicht
… zu k154006 kommen, denn ich gliedere mein System
in das der nten Wurzeln ein.
Das ist derselbe Fall wie der des Systems α.
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„Ist die 3-Teilung …
möglich” wie kann man denn nach ihr fragen etc.
etc.
Nun das kommt auf dasselbe hinaus wie zu fragen: wie kann man fragen
ob
25×25=624
ist wenn es nicht so ist da es doch dann logisch unmöglich ist,
ich kann ja nicht schreiben wie es wäre wenn —.
Ja, der Zweifel über
25×25=624
oder
der über
28×28=628
hat eben den Sinn den die Methode der Prüfung ihm
gibt.
Und die Frage nach der
Möglichkeit der 3-Teilung hat den Sinn den die Methode der Prüfung ihr
gibt.
Es ist ganz richtig wir stellen uns hier nicht vor oder beschreiben
wie es ist wenn
25×25 =624
ist & das heißt eben daß wir es hier mit einer andern Art von Fragen
zu tun haben als im Fall: „ist dieser Bau 3 Meter hoch oder 4
Meter hoch?”
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Der Beweis des Satzes daß <…> für alle Zahlen gilt wäre
eine Konstruktion der Induktion aus allgemeinen Prinzipien.
a+(b+1) =
(a+b)+1
(b+(c+1)) =
(a+(b+c))+1
(a+b)+(c+1) =
((a+b)+c)+1
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Die allgemeine Form eines Rekursionsbeweises ist das allgemeine Glied
einer Reihe von Beweisen.
Diese Reihe könnte ich ebensogut in der Form a1, a2,
a3 u.s.w.
schreiben.
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k154008
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Die Konstruktion der Induktion ist nicht ein Beweis sondern eine
bestimmte Zusammenstellung von Beweisen.
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Wenn ich drei Sätze von den Formen α, β, γ bewiesen habe,
dann sage ich ich habe fc = ϕc bewiesen.
Welches weiter nichts ist als eine Definition
(Erklärung)
des Ausdrucks „ϕc = fc
beweisen”.
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Man kann auch nicht sagen ich beweise eine Gleichung wenn ich drei
beweise.
Wie die Sätze einer
Sonate| Suite nicht einen Satz
ergeben.
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Steht nun A zu B im
Verhältnis von Sätzen zu einer
Ausrechnung?
⇆
Steht es nicht im Verhältnis von
k154009 zu
1:3=3∙ ?
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Wäre B die Ausrechnung von A so hätte ich
B <…> A nicht allgemeiner beschreiben
können.
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k154010 ist ja eine Bestimmung
keine Ausrechnung, denn nach welchen Prinzipien
wäre denn die Ausrechnung erfolgt.
Aber wie lautet die Bestimmung?
Wenn Sätze des Schemas k154011 bewiesen sind
dann sagen wir A ist bewiesen
Sprungfedern.
 154008  154009
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Aber das heißt schon daß wir A nicht in demselben Sinne
bewiesen haben wie etwa einen der
Sätze α, β, γ.
Die Frage ist A der Fall ist also die Frage ist
α, β,
& γ
der Fall
& die Behauptung von A behauptet α, β &
γ.
Wobei das Gegenteil des Gefragten darin besteht daß einer der 3
Sätze falsch ist.
Also nicht daß für eine Zahl der allgemeine Satz nicht gilt.
Die Frage fragt also nicht ist (<…>)fn oder
(∃n)~fn.
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Ich habe jetzt das Wort „Beweis”
neu definiert mit Hilfe des Begriffes des Beweises einer Gleichung &
dem Muster α
β γ.
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k154012
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Ich kann ruhig von „meinem
Gesichtsraum” & dem
„Gesichtsraum des Andern”
reden es wird sich schon in der Grammatik dieser Ausdrücke zeigen, daß es
sich hier nicht um einen Unterschied handelt wie zwischen meinem
Taschenmesser & dem des Andern.
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Man stellt sich den Gesichtsraum gern als eine Art <…> vor
den jeder mit| vor sich herumträgt.
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 154010
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Begriff & Gegenstand… sind
Subjekt &
Prädikat.
fa=a ε
f(ξ)
Dieser Körper ist ein Stück Eisen.
Herr N ist ein Franzose.
Dieses| Das Blatt ist ein
Rosenblatt.
Das ist ein Kanonenschuß.
„Das ist ein Haus” kann heißen „hier ist ein
Haus”.
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Ist „hier” ein Name?
Nein.
Es läßt sich ja auch nicht durch einen Namen
ersetzen.
Es hat nur soweit Sinn einem Gegenstand einen Namen zu geben als
ich sagen kann das ist derselbe Gegenstand welcher …
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Wenn ich in der Geometrie sage, der Kreis K0… so heißt das, der
Kreis an diesem Ort.
Es hätte keinen Sinn wenn dieser
Kreis mir entschwände & einer an einer andern Stelle auftaucht
zu fragen: ist das wieder der Kreis K?
Was ist das Kriterien dafür, daß ein
Gegenstand
der Gegenstand A ist?
(Wie kann ich den Gegenstand A wiedererkennen.)
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Im Falle des Gebrauchs eines Personennamen z.B. ist
es wesentlich daß die Frage Sinn hat: ist dieser Gegenstand
der den Du A genannt hast.
Denn die hinweisende Def. lautet: Dies ist
A & insofern könnte also A einfach statt des Hinweises
stehen.
Statt „A
wächst” kann ich dann einfach sagen
„dieses wächst”.
Aber die Technik des Gebrauchs von A ist gerade daß ich A dort
gebrauche wo die
ursprüngliche hinweisende Erklärung nicht gegeben werden
kann.
Und dann ist die Bedeutung von A verschieden, jenachdem
was das Kriterium der Identität ist.
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Die Schreibweise (∃x) nimmt sich
von der Ausdrucksform der gewöhnlichen Wortsprache her „es gibt
…”
Aber obwohl wir
etwa sagen: „Es gibt einen
Menschen der 8 Fuß hoch ist” so sagen wir doch nicht „es
gibt ein Ding, das ein Mensch & 8 Fuß hoch
ist”.
Wir
sagen „jeder Mensch ist sterblich”
aber nicht „jedes Ding das ein Mensch ist, ist
sterblich”.
Das ist vielmehr eine sehr typische Sublimierung der
Fregeschen &
Russellschen Logik.
Wenn ich nun sage „In dem großen Kreis
 154011
ist konzentrisch ein
kleiner” so hieße das in der
(∃)-Notation
es sei ein Ding im großen Kreis
das ein konzentrischer Kreis ist|
sei.
Nun welches Ding ist denn das? —
Die Notation wie Russell sie
versteht mußte immer den Satz erlauben
„es gibt
ein Ding in diesem Kreis… & dieses Ding ist
a”.
Die Notation der gewöhnlichen Sprache „Im
Viereck sind 3
Kreise” ist viel
korrekter.
Sie macht mehr relevante
Unterschiede als die Russellsche.
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„Mann” ist freilich ein Begriffswort
& nicht eine Bezeichnung für einen Mann &
„Kreis” nicht der Name eines
Kreises (soweit ein Kreis überhaupt einen Namen haben kann).
Aber roter Kreis vom
Radius
1
cm im <…>
ist auch ein
Begriff & doch ist es lächerlich von einem
Gegenstand zu sprechen der unter diesen Begriff fällt.
Die Russellsche Notation hat
den Vorteil der Einheitlichkeit & diese
ist insofern ein Vorteil als die Wortsprache zwar nicht einheitlich aber
doch nicht von der Multiplizität ihrer Bedeutungen ist, sodaß es schon
besser ist man verzichtet ein für allemal auf den Ausdruck
„Grammatik” in der Notation
& sagt daß man sich in jedem besonderen
Fall die
Grammatik überlegen muß.
…
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 154012
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„Ergibt die Operation z.B. eine
rationale Zahl.”
Wie kann das gefragt werden wenn man keine Methode der
Entscheidung der
Frage hat, denn
die Operation ergibt doch nur im festgelegten
Kalkül.
Ich meine: ergibt ist doch wesentliches
Präsens| Zeitlos.
Es heißt doch nicht: ergibt mit der Zeit; sondern ,
ergibt jetzt nach den Regeln.
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Die Frage „ist π =
π'” hat daher keinen Sinn.
π & π' sind mit
einander nicht vergleichbar.
Wenn π ein Punkt der Zahlengeraden ist, ist π' keiner.
Man kann nicht sagen „π' ist ein Punkt
den ich nicht kenne”, denn π' ist nur was ich
kenne & sollte ich einmal etwas
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