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Augenblickliche Erfahrung das Reale Vielleicht Aesthetik Bedeutung
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Wäre es richtig zu sagen: “die Zahnschmerzen der
Anderen sind ein ganz anderes Phänomen als meine
eigenen”?
Nein.
Es hat einen ganz bestimmten Sinn in unserer gewöhnlichen
Ausdrucksweise zu sagen „er hat viel stärkere Schmerzen als
ich” oder „viel geringere” & es hat dabei
auch einen Sinn in gewissen Fällen davon zu reden daß
ich & der Andere etwa die gleichen
Schmerzen haben.
Was wir sagen kann nur eine Bemerkung über die gegenwärtige
Ausdrucksweise sein nicht eine Bemerkung über Schmerzen in
dieser Ausdrucksweise.
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Auf die Frage: wer hat Schmerzen wird auf einen Körper gezeigt
& auch ich muß auf einen Körper zeigen.
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Kann ich sagen „ das Wort
‘Zahnschmerz’ hat eine andere
Bedeutung wenn ich von meinen
‘Zahnschmerzen” &
anderseits von denen des Andern rede & kann mir
Einer antworten ⁅| & kann
mir geantwortet werden] “nein, es hat ganz die gleiche
Bedeutung”?
Was ist das Kriterium für die Richtigkeit
dieser
Behauptungen.
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Zu sagen „ich merke daß er die
‘Zahnschmerzen’ hat die ich jetzt
habe” ist ähnlich, der Aussage: ich meine daß sich
die Teilchen| Elektronen eines Stabes in dem selben
Sinn bewegen in welchem sich der Stab selbst vor meinen Augen
bewegt.
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Man könnte auch hier sagen: Meine
Zahnschmerzen
lassen sich als Bild
für sein Benehmen verwenden.
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Wie weiß ich daß der Andre Zahnschmerzen hat
& wie weiß ich daß ich
Zahnschmerzen habe.
Wenn aber alle Menschenleiber auf gleiche Weise im Spiegel erschienen
könnte die Frage wohl auftreten, “hat
L.W.
Zahnschmerzen”
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Wenn wir uns entschlössen von nun bewußten
Zahnschmerzen zu reden dann wären meine unbewußten
Zahnschmerzen auf gleicher Stufe wie seine.
Denn das Kriterium dafür daß ich unbewußte
Zahnschmerzen habe wäre von gleicher Art wie das
daß er sie hat.
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Wer glaubt als einen Satz über das Gesichtsfeld sagen
zu können es habe verschwommene Ränder, denke an das
Gesichtsfeld wenn man durch ein schwarzes Rohr auf eine beleuchtete Fläche
schaut.
Das Bild ist dann etwa
 156001
Der viereckige Rand ist willkürlich & der Rand des Kreises
scharf.
Wer fragt, wo
im
Schwarzen das Gesichtsfeld aufhört, dem muß man sagen daß
es nirgends aufhört.
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Gleichung, Ungleichung.
Die Ungleichung hat auf den ersten Blick mehr das Aussehen eines Satzes
weniger das einer Regel.
Aber erinnern wir uns daß Ungleichung immer in einem System mit
Gleichungen vorkommen.
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Evidenz, Verifikation: insofern ich im
Zweifel sein kann, was ich als Evidenz für je anerkennen werde
handelt es sich um psychologische Evidenz.
Insofern ich aber jetzt bestimmen kann was als Evidenz für p
anzusehen ist, handelt es sich um eine Bestimmung der Grammatik um die
Festlegung
einer Regel.
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Es gibt einen Kalkül mit Gleichungen & einen Kalkül mit
Ungleichungen.
Es gibt Übergänge von einer Ungleichung zu einer andern nur
sind natürlich die Regeln andere als für die Übergänge die durch Gleichungen erlaubt werden.
Die Ungleichungen werden wie die Gleichungen als
grammatische Regeln angewandt.
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Eine ausgezeichnete Frage um Einsicht in das Wesen
der Frage „was ist” zu gewinnen, wäre die:
“was, ist der Schachkönig, angenommen daß wir das Spiel nur
als Schreibspiel spielen”!
Denken wir uns hier den Streit der Formalisten & Anhänger
der inhaltlichen Mathematik auf das Schachspiel
übertragen.—
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“Richtig ist die Gleichung die nach den Regeln erzeugt
werden kann”.
Was ist das Kriterium für die Möglichkeit der
Erzeugung?
Doch wohl der Beweis
d.h. der durchgeführte Beweis, nicht
die Möglichkeit des Beweises.
Aber
war also
25“x“25=625
nicht richtig, ehe es ausgerechnet war?—
Und was hat die Zeit überhaupt in dieser Frage zu schaffen?
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“Für jedes δ gibt es ein E, so daß
…” z.B.: für
jedes δ gibt es ein ε, so daß ε<δ.
Der Beweis hiervon ist eine Lösung der Ungleichung etwa
ε=1/2δ.
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lim
f(n) = a
f(n)-a < δ
(δ):
(∃v):n>v .⊃.
fn-a<δ
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Denken wir uns, Einer hätte für diese Rechnung nur die
Russellsche
Notation gelernt (oder gar die Fregesche) ohne die Übersetzung in die Wortsprache.
Müßte dieser Mensch daraufkommen, daß diese
Notation der & der Ausdrucksweise unserer gewöhnlichen
Sprache entspricht?
So würde dieser Kalkül auf einmal ins rechte Licht gerückt.
Bedenke hier daß die Worte “es gibt”
etc. in der Wortsprache uns nicht durch die Regeln
gelehrt werden welche auch für die Russellsche Notation gelten, sondern (wie ich es schon früher von
der Negation gesagt habe) durch eine Art hinweisender
Erklärungen.
D.h. der Sinn des
Ausdrucks
(δ): (∃n)
etc. ist dem Sinn der Worte „für alle Zahlen
δ gibt es eine Zahl n” viel weniger verwandt als
es zuerst scheint.
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Wird jener Kalkül als ein allgemeiner aufgefaßt so sind seine besonderen
Fälle die Lösungen von besonderen Ungleichungen.
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Man kann hier immer fragen: Was z.B.
wird der Sinn der sogenannten Theorie der irrationalen
Zahlen wenn die Arithmetik keine besonderen irrationalen
Zahlen kennt?
Der Kalkül der allgemeinen Theorie genannt wird bleibt natürlich zu Recht
bestehen.
Aber wären wir dann auch versucht ihn allgemeine
Theorie zu nennen?
Wie weit nimmt er also seine Bedeutung von den einzelnen Fällen &
wieweit aus sich selbst?
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Vergleichen wir nun die Allgemeinheit der Algebra die etwa voraussetzt daß
wir irgend zwei Kardinalzahlen miteinander multiplizieren können mit der
Allgemeinheit der Theorie der irrationalen Zahlen oder der
Limiten.
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Und nun die Täuschung als sei der Unterschied der daß in einem Fall
die Allgemeinheit eine größere sei, weil die
Zahl der Einzelfälle größer sei als ℵ0!
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“Nur die gegenwärtige Vorstellung ist real”.
Was bringt einen dazu das zu sagen?—
Eine Antwort — ebenso falsch wie diese Behauptung
ist: „die vergangene & die zukünftige
Erfahrung ist geradeso real nur ist die eben vergangen
& zukünftig!”.—
Ich
möchte sagen: „die vergangene Erfahrung
kennen wir doch nur aus der Erinnerung oder aus Dokumenten
u.dergl.; nur die gegenwärtige Erfahrung ist vor
uns”.
Aber sieht man gleich daß uns das Gleichnis vom Film
verführt.
Etwa zu sagen “ich kann doch nur den gegenwärtigen Zustand des
Tisches sehen nicht den von einer Minute”, ist eben Unsinn.
Wir geben hier vor ein
Bild der Welt zu
machen, im Gegensatz zu einem andern, welches nicht zutrifft.
Vergleiche: “der Rand unseres Gesichtsfeldes ist
verschwommen”.
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Zu sagen (wie Russell): die Welt könnte vor 5 Minuten so
geschaffen worden sein wie sie tatsächlich vor 5 Minuten war, mit
allen Erinnerungen & Dokumenten die dann ganz irreführend
wären” heißt nichts denn dann gibt es eben eingestandenermaßen
keine Verifikation dieses
Satzes.
Er ist ein Bild daß nicht als Bild verwendet wird.
Ein leerlaufendes Bild.
Denken wir uns eine bildliche (zeichnerische)
Darstellung & die Projektionsmethode sei
so festgesetzt daß das gezeichnete Bild das Porträt jedes
beliebigen Tatbestandes wäre; dann haben wir das exakte Analogen
jenes Vorgangs & auch den Gr& warum wir versucht
sind zu sagen: “ Aber es ist ja doch nicht sinnlos zu
sagen die Welt sei vor 5 Minuten geschaffen worden (auch wenn ich es
nicht wissen kann) denn etwas meine ich doch damit wenn ich das
sage”.
Etwas meinen heißt in diesem Falle, ein bekanntes Bild
gebrauchen, nur wird es eben nicht zu einer Darstellung
gebraucht.
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Wie wenn ich sagte,
die Welt könnte
vor 3 Minuten untergegangen sein & meine Vorstellungen
& Erinnerungen geblieben die nun ganz täuschend
wären.
Hier haben wir eben Descartes
Teufel.
Aber ein Betrug auf den wir ex hypothesi nicht kommen können,
ist kein Betrug.
(“Wen Gott
betrügt, der ist gut betrogen”.)
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“Jetzt”.
Die Physik
enthält
nicht die Wörter “jetzt”, “hier”,
etc.
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Statt “jetzt” zu sagen könnte man in die Hände
klatschen, wie man zählt “1,2,3, los!“.
Und der Gebrauch der Wörter “jetzt”,
“hier” etc. charakterisiert eben eine Art
des Gebrauchs der Sprache.
(Denke an Sprachspiele.)
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Wenn jetzt ein Zeitzeichen ist so entspricht es also nicht dem 6 Uhr
Schlage einer
Uhr sondern
etwa dem Schlag einer Glocke vor Beginn eines Schauspiels.
Man könnte auch statt “tu das jetzt” sagen:
“tu das wenn ich in die Hände klatsche” & dabei
dieses Zeichen geben.
(Es ist übrigens interessant daß man das ein Zeichen
nennt!)
Vergleiche die Bemerkung über die verschiedenen Griffe , in
Führershand der Lokomotive.)
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Man könnte den Gedanken daß die einzige Realität die Erfahrung des
gegenwärtigen Augenblicks sei auch so ausdrücken, daß wir es nicht
wissen könnten wenn die Welt in diesem Augenblick mit allen
Erinnerungen etc. geschaffen worden wäre: daß
daraus eben folge daß alles Andere nur
Konjektur sei die Erfahrung des
gegenwärtigen
Augenblicks aber das einzige Material, das zu
allen Konjekturen führt.
Aber hier hat eben das Wort “gegenwärtig” keinen Sinn
denn es soll nicht heißen gegenwärtig im
Gegensatz zu Vergangenem, sondern
eigentlich möchte man hier von einer gegenwärtigen …
Erfahrung reden.
Das was man aber betonen will ist daß Gegenwart, Vergangenheit
& Zukunft nicht den Bildern auf einem Film
entspricht die alle da sind nur an verschiedenen
Orten.
Man will eigentlich sagen, daß dieses Gleichnis hier
zusammenbricht.
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Das Jetzt scheint quasi ein Bild auf dem Filmstreifen zu bezeichnen
(herauszugreifen) & zu sagen dies sei das eigentlich
reale.
Aber hier
ist es gerade als
ob einer im Kino statt auf den Film zu zeigen & sagen
dies sei das Bild welches jetzt im Objektiv der Laterne sich befinde
auf die Leinwand zeigte & sagte dies sei das eigentliche
Bild.
Das ist als ob man sagen wollte “jetzt ist
jetzt”.
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Man sagt, eine Hypothese
beschreibe nicht
nur was wir sehen hören etc. sondern wir drückten mit
ihr auch gewisse Erwartungen aus.
Aber hier sieht man wie vieldeutig der Ausdruck “Erwartung
ist (wie “glauben”, “denken”
etc.).
Denn wenn ich sage “dort steht ein Sessel” so
erwarte ich gar nichts in dem Sinn daß ich etwa auf das Eintreten
einer Erscheinung passe.
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Erfahrung als logische Form.
Erfahrung im Gegensatz wozu?
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Daß in die unmittelbare Erfahrung kein Subjekt eintritt|
eintritt wird ganz klar wenn man
z.B. im Laufe einer Untersuchung zeichnet, was
man in einem Mikroskop sieht oder dies beschreibt so daß die Beschreibung
etwa einer Zeichnung äquivalent ist.
Diese Zeichnung oder Beschreibung ist dann ein Satz der
unmittelbare Erfahrung ausdrückt & enthält
natürlich kein Subjekt.
Ebenso wenn man eine gehörte Tonfolge etwa durch Noten wiedergeben
wollte; etc.
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“Das Okular des größten Fernrohrs nicht größer als unser
Auge” das
könnte
heißen: am Schluß müssen doch wir die Sache sehen, ist alles
doch unsere Vorstellung.
Oder gar: “alles ist doch am Ende nur in unserem
Kopf”.
Was man meint ist der Hinweis auf die Evidenz als
Quelle unserer Spekulationen.
Wie wenn ich sage: sehen wir den Beweis an; der wird uns zeigen, was
das Bewiesene ist.
Und so kann man wohl auf die unmittelbare
Erfahrung
hinweisen um
einen bestimmten Götzendienst zurückzuweisen der anbetet was man
selbst gemacht hat.
Aber es liegt hier der Schwerpunkt nicht auf der Kleinheit des Auges oder
des Kopfes & überhaupt nicht auf dem
Subjekt & also nicht auf dem
Subjektiven.
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Der Begriff “Lösung” für eine Gleichung
& der Begriff “Beweis”.
Wenn ich komplexe Zahlen einführe so führe ich einen neuen Begriff der
Lösung einer Gleichung ein.
Und wenn der Beweis des Goldbachschen Satzes gelingen sollte so würde dadurch etwas
Neues ein “Beweis” genannt.
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Inwiefern ist es nötig sich was ein Satz
sagt, vorstellen
zu können?
(“Hast Du an dieser Stelle Schmerzen?”)
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‘Denkbar’ ist etwas ähnliches wie
‘vorstellbar’.
[‘Denkbar’ ist wirklich etwas Ähnliches wie
‘vorstellbar’.]
‘Denkbar’ ist nur eine Ausdehnung des Begriffs
‘vorstellbar’.
(Das ist es was meine Auffassung des Satzes als eines Bilds sagen
wollte.)
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Sinn — Unsinn: “Ich werfe einen Ball in
den 4-dimensionalen Raum hinaus”.
Ist ein System gegeben worin dieser Satz ein Bild genannt werden kann
& einen Gebrauch hat so hat er dadurch Sinn
erhalten.
Aber wenn ihn Einer ohne weiteres gebraucht so werden wir mit Recht sagen
er sei unsinnig.
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Die Aufgabe der Philosophie (in meinem Sinne) ist
es
tatsächliche Irrtümer
aufzuzeigen.
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Im Ernst, (Spaß) meinen.
Kann man etwas im Ernst meinen wollen?
Kann man versuchen etwas im Ernst (Spaß) zu
meinen?
Das Wort versuchen ist eben vieldeutig.
Wie versucht man, z.B., einen Arm zu heben &
wie einen Ton von bestimmter Stärke & bestimmtem Charakter
hervorzubringen.
Wie versucht man sich eines Wortes
zu erinnern oder
sich in jemandes Lage hineinzudenken.
Ich wollte nämlich einen Satz im Ernst meinen damit
vergleichen, ihn zu einer ‘ernsten’ Melodie zu
singen.
Aber man kann gegen diesen Vergleich einwenden, daß man den Satz
willkürlich nach der ernsten Melodie singen aber ihn
nicht willkürlich ernst meinen kann.
& daß man entsprechend den Ernst simulieren
kann.
Wir unterscheiden
den Ernst vor
allem was man Benehmen nennen könnte.
Als etwas Inneres von etwas Äußerem.
Und warum nennen wir ihn etwas Inneres?
Worin ist er & woher dieses Gleichnis von Innen &
Außen?
Man sagt “den Ernst sieht man nicht, nur den Ausdruck des
Ernstes”: aber heißt das daß der Ernst versteckt ist
& ist dieser Satz analog dem: das Geld siehst Du
nicht nur die
Brieftasche?
Und anderseits ist auch der Ernst nicht in dem Sinne unsichtbar wie etwa
die Luft.
Sondern es müßte wohl heißen daß es keinen Sinn hat zu sagen “ich
sehe den Ernst” sowenig wie “ich sehe
Magenschmerzen”.
Man könnte auch so fragen: ist, einen Satz im Ernst meinen etwas
ähnliches wie einen ernst gesprochenen Satz hören?
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Ist, eine Melodie im Ernst singen etwas Ähnliches wie, eine mit
ernstem Ausdruck gesungene Melodie hören?
Und liegt der Unterschied in etwas anderem als darin daß uns
dieses Hören nicht zwingt uns selbst mit dieser Melodie zu
bewegen.
Könnte man sagen: nein, hören ist nicht genug, aber wenn Du die
Melodie genau so mitsingst, dann
bist Du selbst
ernst?
Oder ist, einen Satz im Ernst meinen etwas Ähnliches wie, Magenschmerzen
haben, während man ihn ausspricht?
Sicher ist daß es ähnlich ist eine Melodie mit Ernst singen
& einen Satz im Ernst meinen.
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Wenn man “Endlos eine Zahl nennt, dann verlange
ich daß man auch einige eine Zahl nennt & dann wird
es sehr klar daß eine Definition des Zahlbegriffs überflüssig
ist.
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Umgruppierung einer unendlichen Reihe.
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Wenn n größer wird so wird 1/n immer kleiner.
Wie tritt dieser neue Gedanke in die
Arithmetik ein?
Induktion.
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Die Umgruppierung
einer unendlichen
Reihe kann man nicht extensiv erklären sondern nur an einem Beispiel
& d.h. intensiv.
 156002
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Man kann| könnte nicht sagen: unser Ohr ist nicht
fein genug um die Luftschwingungen einzeln wahrzunehmen es erhält daher nur
einen allgemeinen (verschwommenen)
Eindruck.
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Kann man sagen “die Sirene kann entweder die genaue Höhe oder die
genaue Dauer des Tones geben, aber nicht beides”?
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Kann man nun aber sagen, ein Ton müsse sozusagen einen verschwommenen
Anfang haben da die Schwingung nicht eigentlich einen Anfang zugleich mit
einer Wellenlänge habe?
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Was macht ein Kapitel der Mathematik
interessant?
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Es ist doch klar| Es ist ja
selbstverständlich daß der Satz einer deutschen oder englischen
Erzählung Wort für Wort andere Reaktionen in mir hervorruft als ein
solcher Satz in einer chinesi schen Erzählung| im
Chinesischen der nicht viel anders auf mich wirkt als ein
beliebiges
Muster von Strichen.
Eben weil ich Deutsch & Englisch gelernt habe.
Wie es auch klar ist, daß es ganz andere Reaktionen in uns
hervorrufen muß den Zügen eines uns bekannten Spiels zuzuschauen, als wenn
wir einem Spiel zusehen das wir nicht “verstehen”.
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Erinnere dich an den Eindruck guter Architektur, daß sie einen Gedanken
ausdrückt.
Man möchte auch ihr mit einer Geste folgen.
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“Handelt also die Mathematik vom Zeichen
‘4’?
In dem Sinne, & sowenig, wie eine
Zeichenregel von dem Zeichen handelt.
Nämlich nicht in dem Sinne, in welchem ein Erfahrungssatz vom
Zeichen handelt.
(Etwa; daß das Zeichen 4 leicht zu schreiben ist.)
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Geometrischer Würfel= =Würfelform, geometrischer
Kreis= Kreisform geometrische Gerade=
= Form
der| einer Geraden.
Und nun bedenke die Grammatik dieser beiden
‘Gegenstände’: des Würfels (aus Holz)
& der Würfelform (des Holzklotzes)!
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Kapitel: “Wie die Grammatik gebraucht
wird”.
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Wie lehrt man einem die Bedeutungen der Worte “bitte”
& “danke”?
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Wie lernt man die Bedeutung des Wortes
“vielleicht”?
Was ist die
‘Bedeutung’ dieses Wortes?
Kann man sagen: “seine Bedeutung ist sein
Gebrauch”?
Man kann sie Lernen, denn wir haben sie alle gelernt.
Freilich nicht durch eine Definition.
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Wie kann man noch der Bedeutung
des Wortes “vielleicht”
fragen?—
“Heißt ‘vielleicht’
dasselbe wie perhaps?”, “wird es
so angewandt:…?”,
“Heißt es so viel wie die Geste…?”
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Wie lernt man die Bedeutung
eines
Wortes?
Da gibt es viele Fälle.
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Wir nennen es “die Bedeutung des Wortes erklären”
wenn wir es in eine andere Sprache übersetzen, aber auch wenn wir
statt seiner eine Geste machen, oder wenn wir auf einen Träger des
Namens weisen; etc.,.
Zu soviel verschiedenen Wesen wird der Ausdruck “Erklärung
der Bedeutung” gebraucht.
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Wenn man sage: die
Bedeutung eines Wortes sei das, was die
Erklärung der Bedeutung erklärt,—
so denkt man an diese Erklärung also an das Paradigma eines
Schrittes in einem Kalkül.
Man denkt sich man könnte sie dem zu erklärenden Zeichen beifügen ja
sogar das Zeichen durch sie ersetzen.
Wenn so die Erklä rung mit dem Zeichen (oder statt des Zeichens)
wiederholt wird so ist klar daß sie nicht
als, ein für
allemal wirkende, Medizin betrachtet wird (sozusagen als
Impfung) sondern als Teil unseres fortlaufenden Kalküls.
[unserer fortlaufenden Kalkulation.]
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“Was ist die Bedeutung eines Wortes?”—
“Was ist der Nutzen eines Gegenstandes?”
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Man kann von der Erklärung der Bedeutung
sagen daß sie den
Gebrauch des Wortes lehrt.
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Es ist interessant zu sehen was geschieht wenn wir versuchen uns zu sagen
daß wir nicht eigentlich die Bewegung der Finger wollen wenn wir
sie etwa zur Faust biegen wollen sondern die Bewegung des Muskels der rein
mechanisch durch den Zug an der Sehne das Biegen der Finger
bewirkt.
Man kann die Bewegung des Muskels am Unterarm sehen
& nun versuchen sich zu sagen daß was ich eigentlich will sei, daß
sich dieser Muskel bewege.
Man sieht dann daß dies scheinbar gar nicht möglich ist & man die
Bewegung des Muskels als Folge der eigentlich
gewollten Bewegung der Finger empfindet.
Das soll natürlich nur so viel zeigen, als daß, eine Bewegung
wollen nichts mit der Physiologie zu tun hat.
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Man frage sich einmal ob zu jeder der vielen kleinen Bewegungen die man,
schreibend, lesend, oder auch “untätig” vor
sich hinbrütend, macht ausführt,
etwas vorgeht was man einen Willensakt nennt.—
Vielleicht wendet man ein: Aber diese Bewegungen werden doch
von mir nicht wie etwas beobachtet was unabhängig
von mir selbst geschieht etwa wie die
Bewegungen der Blätter am Baum vor meinem Fenster.
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Das ist Eisen, das ist grau, das ist eine
Stange, das ist ein
Feuerhaken.
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Was heiß es: man kann nicht in dem gleichen Sinne auf einen Körper
zeigen, wie auf eine Farbe?
Heißt es etwas anders als: wer auf einen Körper
zeigt, zeigt dadurch auf seine Farbe aber eben nur, wenn man
unter dem ‘auf die Farbe zeige’ eben das versteht,
auf den Körper zeigen der sie hat.
Wie wenn man sagt Einer heiratet das Geld seiner Frau & man würde
erklären daß man nicht im selben Sinne das Geld, wie die Frau
heiraten kann.
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Spiele nicht mit den Tiefen des Andern!
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Die Sprache lernen als ein abgerichtet werden.
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Überdenke diesen Satz:
 156003
Keiner glaubt während eines Landregens im Herzen daß es wieder einmal
schön sein wird.| wieder einmal die Sonne scheinen
wird.
Das Gefühl der Überzeugung: Ist es nicht ähnlich wie die Sonne
die auf eine früher trübe Landschaft fällt.
Es ist dieselbe Landschaft, aber alles ist individuell
verändert & doch alles in einem Sinn gegen das
Freudigere, Hoffnungsvollere zu.
Man kann sogar das Erlebnis des Satzes, seine Landschaft steht in
anderer Beleuchtung.
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Was tut das Wort “vielleicht” im Satz?
Verbreitet es nur eine Art
Stimmung; wie wenn ich während des ganzen Satzes einen Ton
brummte?
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Ich hätte übrigens, was ich ob es sagte, auch so sagen können:
die Zuversicht ist etwas Ähnliches wie der
zuversichtliche Ton.—
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Soweit ein Teil meines Ausdrucks einfach dazu bestimmt ist auf das
Gemüt des Andern eine bestimmte Wirkung
hervorzurufen wie etwa die Laute Stimme ihn einschüchtert soweit
rechne ich es nicht unter die Zeichen.
Aber warum sollte nicht ein Wort bloß zu diesem Zweck gebraucht
werden oder ein Lärm anderer Art.
Wir können uns auch etwas denken das ganz wie ein Satz aussieht &
dessen Wirkung darin besteht daß jedes der Worte eine bestimmte
Wirkung auf den der es hört hervorruft &
der ganze Satz etwa wie eine Art Aussage wirkt oder wie eine Reihenfolge
verschiedener Waschungen & Abreibungen.
Anderseits muß doch auch jeder wirkliche Satz so wirken neben seiner
eigentlichen Funktion.
Die erste Wirkung des
Satzes auf uns
wäre dann wie die Wirkung der Pianolarolle auf die Tastatur.
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Wollte man so die Wirkung eines Wortes seine Bedeutung
nennen so müßte man sagen daß
welches die Bedeutung eines Wortes ist Sache der Erfahrung
ist.
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Man könnte das Wort “vielleicht” etwa durch eine Art
hinweisende Definition erklären in dem man z.B. auf
den grauen Himmel weist & sage “es wird vielleicht
regnen”.
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Wir würden von einem Menschen sagen: “er verwendet
das Wort ‘vielleicht’ anders als wir; er sagt
‘vielleicht’ wenn wir ‘sicher’
sagen”.
Oder: “er sagt ‘. dieu’
wenn wir ‘Grüß Gott’
sagen”.
Aber wie ist denn hier der ‘Platz’ des Wortes
bestimmt?
(Die Schweizer: “ich glaube es ist so”)
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Die Erklärung der Bedeutung eines Wortes ist nicht die Erklärung
(oder Beschreibung) der Wirkung des
Wortes.
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“Wenn Einer sagt ‘ich werde vielleicht kommen’
& er kommt dann nicht, so hat er damit nicht ein Versprechen
gebrochen”.
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Man gibt zur Erklärung des Wortes “vielleicht”
Gründe an, die uns bestimmen können zu sagen, das & das
werde vielleicht eintreten.
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Die Bedeutung ist das, was die
Erklärung der
Bedeutung erklärt.
Damit will ich sagen//| Das soll
heißen//:“Was uns an der Bedeutung
interessieren soll das sei, was in einer Erklärung der
Bedeutung zum Ausdruck kommt.
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Unter “Erklärung der Bedeutung” verstehe ich, was immer
im Kalkül der Sprache als solche Erklärung auftritt.
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Werden uns nun die Wörter unserer gewöhnlichen Sprache erklärt als
wir die Sprache lernten?
Die meisten gewiß nicht.
Das Wort “vielleicht” wurde mir nie erklärt doch habe
ich seinen Gebrauch — in einem
gewissem Sinne — einmal gelernt.
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Gibt es aber für jedes Wort überhaupt Erklärungen
die man grammatische Erklärungen in
Bedeutung nennen könnte?
Wie, wenn ein Wort den Zweck hat, den Andern in eine bestimmte Stimmung
zu versetzen?
Denken wir uns, dies würde von ihm ausgesagt, da müßte ich doch
sagen: das ist nicht, was ich Erklärung einer Bedeutung nenne, das hat
mit einer Erklärung einer Bedeutung nichts zu tun.
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Aber ob etwas als Wort als Zeichen anzusehen ist wird doch durch seine
Grammatik oder etwa das Fehlen einer Grammatik bestimmt.
Und ferner ist es mit
den grammatischen
Erklärungen, mit den Erklärungen der Bedeutung eben wie mit den
Spielen.
Ich kann ein Spiel verstehen & nicht das gemeinsame oder
Chara…kteristische aller
Spiele sagen können.
So wie ich eben eine Erkenntnis ein Wissen beschreiben kann ohne
sagen zu können “was Wissen ist”.
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D.h.: Was eine Erklärung der
Bedeutung ist, muß an Beispielen gezeigt werden.
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Nun kommt mir der Gedanke: Ich kann natürlich über das Wort
vielleicht grammatische Erklärungen geben.
Erklärungen die den Gebrauch des Wortes regeln.
Aber geben diese Regeln ihm auf jeden Fall Bedeutung.
Ich könnte doch beliebige Regeln für ein Zeichen A
festsetzen wie es innerhalb von Sätze gebraucht werden soll; aber
hätte es damit was wir Bedeutung nennen?
Könnte es nicht ein ganz nutzloses
Zeichen
sein?
Und was, anderseits bestimmt den Nutzen des Zeichens?
Muß ich hier sagen: Nur Beispiele können zeigen
was die Verwendung der Nutzen, eines Zeichens ist?—
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Man könnte statt der hinweisenden Definition
das ist grün auch den Satz gebrauchen dieses Blatt ist grün; &
analog das Wort vielleicht durch einen Hinweis auf die Wolken
mit dem
Satz “es
wird vielleicht regnen” erklären.
(Und wenn das eine Erklärung ist, so ist es gewiß noch am ehesten die,
durch welche wir die Bedeutung des Wortes tatsächlich
lernen.)
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Hat das Wort “guten Tag” Bedeutung?
Das Wort “Au!” das Wort “oh
weh!”, “Pfui!?
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“Das Wort ‘vielleicht’ hat
Bedeutung”, damit meinen wir, es entspreche ihm etwas in der Welt;
aber natürlich, nicht so, daß ihm ein Ding
entspricht, aber
so daß seinem Gebrauch etwas in der Außenwelt entspricht; daß wir den
Tatsachen verantwortlich sind, wenn wir es Gebrauchen; etc.
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Wozu muß| soll ich mich auf diese Frage
einlassen?
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Zu sagen das Wort habe nur im Satzzusammenhang Bedeutung heißt daß
die Bedeutung nicht das Gefühl ist welches das Wort hervorruft.
Man würde nicht sagen das Wort habe nur
im
Satzzusammenhang einen Klang.
Jener Satz heißt, daß das Wort nur als Stein des
Kalküls //| nur ins Kalkül// Bedeu tung
habe.
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Wie lernt ein Kind den Gebrauch eines Wortes, etwa des Wortes
‘vielleicht’.
Es spricht etwa einen Satz nach dem es vom
Erwachsenen gehört hat: “sie wird vielleicht kommen”
& in dem Tonfall des| wie der des
Erwachsenen”.
Dann fragt man
sich
manchmal: versteht es das Wort “vielleicht” schon
oder spricht es es nur nach?
Nun, was ist das Ansprechen dafür daß es das Wort wirklich
versteht?—
Das, daß es es in verschiedenen Fällen richtig — (das heißt doch
den Regeln gemäß) — gebraucht & danach auch
handelt.
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Wenn es in der deutschen Sprache ein Wort gäbe das bloß bestimmt
wäre in dem Andern
eine bestimmte
Stimmung hervorzurufen, würde ich von diesem Worte sagen, es habe keine
Bedeutung sondern nur eine Wirkung?
Denken wir an das Wort “he he” wie es etwa von
einer spottenden Rede
gebraucht wird.
Hat dieses Wort eine Bedeutung?
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Denken wir uns aber, jemand erklärte:
“‘he he’ heißt soviel wie
‘haha’”, hat er nun nicht eine
Erklärung der Bedeutung gegeben?
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Es ist offenbar daß wir uns mit der Frage nach der Bedeutung des
Wortes “hehe” der Frage nach der Bedeutung des
Lachens, oder des Achselzuckens, nähern.
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Nun möchte man sagen: Die Sprache dient der
Beeinflussung & ist ein Mechanismus der
Beeinflussung.
Jedes Wort hat in diesem Mechanismus einen Platz, ist quasi ein Zahnrad
(Hebel etc.) des Mechanismus.
Und
seine Bedeutung ist sein Teil| sein Anteil
an der Gesamt…wirkung des
Mechanismus.
Was ist also dieses Teil für das Wort “Tisch”, was für
das Wort “rot”, oder “nicht”?
Was ist ihre Wirkung?
Man denkt natürlich zuerst daran, daß sie darin besteht Assoziationen
hervorzurufen.
Aber es ist klar daß das jedenfalls nur ein Teil der Funktion eines
Wortes ist.
Man könnte vielleicht ähnlich sagen: es sei die Funktion des
Schachspiels uns Vergnügen zu machen; aber kann
man die Funktion des Rätsels damit beschreiben daß man den Teil des
ganzen Vergnügens zeigt der auf das Rätsel entfällt?
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Wenn ich aber sagte, die Bedeutung ist die Wirkungsweise eines
Wortes?—
[The way it works]
Nun, so hat natürlich die Wirkungsweise im Kalkül etwas mit seiner —
psychologischen — Wirkung zu tun.
Denn die Definition, Erklärung wird
ja erinnert
& so gebraucht.
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Wie verhält sich aber dieses Problem zu den besonderen Problemen über die
Bedeutung von Wörtern?
Nun es ist selbst ein solches besonderes
Problem.
Das Problem der Zeit kann beantwortet werden ohne daß das der
Bedeutung beantwortet ist.
Und das ist eine klare & wichtige Einsicht wie die daß man eine
Erkenntnis haben kann ohne die Frage was Erkenntnis
ist beantworten zu können.
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Wenn man uns fragt “was bedeutet das Wort
‘hallo’” so werden wir antworten:
“‘hallo’ ist ein Ausruf.
Bei dieser & dieser Gelegenheit sagen wir
‘hallo’.
Es heißt soviele wie das Wort
….”
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Die Bedeutung des Wortes “stop” in
Telegrammen.
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“Die Bedeutung, das was
die Erklärung der
Bedeutung erklärt damit habe ich gemeint.
Das was über die Bedeutung in
unserm Kalkül eintritt ist die Erklärung der
Bedeutung.
Oder: das was uns angeht ist die
Erklärung der
Bedeutung.
Denn diese Erklärung ist ein weiteres Stück
Sprache”.
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Das Wort “Tisch” & das Wort
“oho!”
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Daß die Erklärung der Bedeutung im
allgemeinen
‘Mißverständnisse beseitigt’
d.h. zwischen gleichberechtigten Bedeutungen
entscheidend ist nicht wahr.
Das ist von ‘Erklärung
der Bedeutung’
von der Art “diese Farbe heißt grün” oder “dieser
Mann ist Napoleon”
wahr.
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“Diese Handlung ist gut”.
“Diese Tätigkeit ist ein Spiel”.
Wenn eine Handlung ganz beschrieben ist, ist es dann eine
Erfahrungstatsache, daß sie gut ist??!
Kriterien!
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Die Erklärung der
Bedeutung,
erklärt.
Was heißt das?
Die Erklärung der
Bedeutung, Teil des Kalküls.
Das was uns in der
Philosophie angeht.
Ein Stück der
Sprache
Erklärung
der Bedeutung aber
vielerlei: “Das ist N.N”,
“ das = rot”
“p⊃q=etc.”.
Man sagt der Name N bedeutet diesen Menschen das Wort Tisch
bedeutet einen solchen Gegenstand, aber nichts analoges
für das Wort “acht”
.
Aber auch vom Wort hallo oder oho!” sagt
man, es hat Bedeutung im Gegensatz zu einer Lautzusammenstellung wie
“kauken” von manchem Wort werden wir sagen es
sei| ist gleichbedeutend wie eine Geste; & wenn wir
von der Bedeutung des Wortes “hehe!” reden,
so etwa im selben Sinne wie von der Bedeutung des Lachens.
Was man Erklärung der Bedeutung eines Wortes lernt
z.B. eine Definition lehrt uns den Gebrauch des
Wortes.
Und die meisten Worte wurde uns nicht durch Definition erklärt,
sondern wir lernten ihren Gebrauch auf andere
Weise//| sondern ihr Gebrauch uns auf andere Weise
gelehrt//
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Die Bedeutung des Wortes, sein Nutzen, seine Wirkung.
Wenn ich jemandem einen Befehl gebe & er befolgt ihn dann
bestimmen die Worte das was er tut.
Ich sage <…> heb' einen Stein auf & er hebt keinen Stock
auf; hätte ich aber gesagt heb einen
Stock auf so wäre
es ein Stock gewesen.
Und hätte ich gesagt wirf einen Stein so hätte er ihn geworfen &
nicht aufgehoben.
Also ist die Bedeutung jedes Wortes im Befehl seine Wirkung.
Seine Wirkung wenn der Befehl befolgt wird.
Denken wir man würde sagen: die Bedeutung eines Wortes ist
seine Wirkung auf einen gutmütigen Menschen.
Aber meine ich damit daß wenn der Mensch sich als gutmütig
erwiesen hat, ich dann als Bedeutung akzeptieren
werde, was immer die
Erfahrung als
Wirkung des Wortes zeigen sollte.
Vielleicht wird man sagen: Wenn er gutmütig ist so heißt
das doch daß er den Befehl befolgt wie er ihn
versteht.
Was er also tut muß zeigen, wie er ihn verstanden hat; welche Bedeutung
jedes Wort für ihn hat.
Aber daß er gutmütig ist zeigt nur daß er gutmütig ist & ich dann
nur sage ich definiere den Ausdruck
“Bedeutung die ein Wort für ihn hat” als: Wirkung
die es auf ihn ausübt.
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Kann man sagen: “Die Bedeutung ist der Zweck eines
Wortes, nicht seine Wirkung”?
(‘Der Zweck kann festgesetzt werden, die Wirkung ist Sache der
Erfahrung.)
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⁅Zu dem Früheren⁆.
Das Wort “Stein” ist verantwortlich dafür daß
gerade ein Stein aufgehoben wurde , das Wort
“aufheben” dafür, was mit dem Stein geschah,
etc..
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Die Bedeutung eines Wortes wird festgesetzt
Die Wirkung wird die Erfahrung zeigen//|
lehren//.
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Ich könnte nun sagen: der Zweck des Befehls “heb den Stein
auf” ist daß er den Stein aufhebt.
Was ist aber der Zweck des Wortes “Stein”?
Ich kann doch nicht sagen: ein Teil des Zwecks des ganzen
Satzes//| Befehl// .
Freilich könnte ich sagen das Wort “Stein” macht ihn
gerade einen Stein aufheben.
Aber wir hätten diese Wirkung vielleicht auch helfen können indem wir ihn
einen elektronischen
Schlag versetzt
hätten.
Wie hätte sich nun diese Einwirkung mit der des Wortes Stein
vermischt.
Die Bedeutung eines Wortes ist die Rolle, die ein Wort im Zweck des ganzes
Satzes spielen soll.
Es wäre ja schließlich nur eine Hypothese daß es das Wort
“Stein” war, was diese Wirkung hatte.
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Man möchte nun sagen: gewiß die Bedeutung eines
Wortes ist seine Wirkung.
Denn die Sätze die wie sagen haben einen bestimmten Zweck, sie
sollen gewisse Wirkungen
herbeiführen.
Also sind sie offenbar Teil eines Mechanismus (etwa eines
psychischen) zur Herbeiführung dieser Wirkung & die Wörter sind
auch solche Teile.
(Hebel, Zahnräder u.dergl.)
Und das einfache Beispiel wäre die Wirkung einer Gruppe von Löchern auf
dem Papierstreifen des Pianola.
Wie aber, wenn das Pianola nicht funktioniert weil
etwas in seinem Mechanismus in Unordnung geraten ist?
Wenn jetzt also diese Gruppe von Löchern statt einer
musikalischen Phrase ein Klopfen & Zischen hervorruft.
Sollen wir jetzt sagen dies sei der Sinn jener Zeichen auf der
Rolle?
Vielleicht sagt man Der Sinn sei die Wirkung auf ein Pianola in
gutem Zustand (der Sinn eines Befehl seiner Wirkung auf einen
willigen Menschen).
Nicht der Wirkung entspricht
der Sinn sondern
den Zweck.
Der Zweck wird festgesetzt ….
Kann| Soll ich also sagen, der Zweck eines Wortes
ist seine Bedeutung?
Was ist also der Zweck des Wortes
“Groß” (sage nicht, er sei einfach
der in uns eine Vorstellung von Groß hervorzurufen.)
Hat dieses Wort einen Zweck? | //
Kann man von dem Zweck dieses Wortes reden? //
Nach dem Zweck der Löcher auf der Pianolarolle gefragt werde ich ihre
Wirkungsweise im Pianola
beschrei⇆
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“Und so deutet das Chor auf ein geheimes Gesetz.
Daß es deutet ist eben das
Sprechende//| das, was auf uns
wirkt// Es ist nicht ein Gesetz welches wir
wahrnehmen, sondern etwas, was man die Ahnung eines Gesetzes nennen
könnte. Das undeutliche Bild eines Menschen zu sehen hat eine
bestimmte Wirkung ob es nun von einem wirklichen Menschen angeht oder
nicht.
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Wie versteht man eine Geste?
Wenn ich bei irgendeiner Gelegenheit
sage: “ich verstehe diese Geste”, meine ich da daß
ich sie in Worte oder andere Zeichen übersetzen kann?
Gewiß nicht immer.
Ich charakterisiere ein Erlebnis.
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/Das Gesicht ist die Seele des Körpers./
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Der Tonfall der Überzeugung & die Überzeugung aber auch der
Tonfall des Glaubens & der Glaube & der …
Tonfall der Hoffnung & die Hoffnung.
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Man kann den eigenen Charakter sowenig von Außen betrachten|
erkennen wie die eigene Schrift.
Ich habe zu meiner Schrift eine einseitige Stellung die mich verhindert,
sie auf gleichem Fuß mit anderen Schriften zu sehen
& zu vergleichen.
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Wir verzichten auf allgemeine Dogmen über unsern
Gegenstand,— die besonderen Beispiele werfen so viel allgemeines Licht
auf ihre Umgebung, als ihnen zukommt.
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“Was ist die richtige Art sein Geld
auszugeben?”
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Das verstehen des verschiedenen Sinnes zweier Sätze die aus
denselben Wörtern
//|
derselben Wortfolge// aber mit verschiedenen Interpunktion
bestehen.
“Der Sinn des Satzes nicht aus den Bedeutungen der Wörter
bestehend?
Verschiedene Gefühle beim Lesen der beiden Sätze
(“der Schule der Lehrer ist ein Esel”)
(Doppelte Verneinung als verstärkte Verneinung und anderseits als
Bejahung verstanden.)
Das aber zeigt wieder was es für eine Bewandtnis mit der
Bedeutung der Wörter hat.
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Denn diese ist doch nur die Funktion der Wörter im Satz (das
Wort hat nur im Zusammenhang etc.
Bedeutung).
Denken wir, man sagte, in einem Fall sehen wir den Schüler
mit einem Eselkopf im andern den Lehrer; und so etwas Ähnliches
mag| kann wohl der Unterschied im Erlebnis sein; so läuft
dieses Erlebnis jedenfalls nicht parallel zum|
mit dem Satz sondern ist vielleicht seine Folge.
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 156004
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Sind etwa eine Wiese, eine Blume, ein Musikstück, ein Drama nur soviel
verschiedene Mittel um uns das Gefühl der Lust zu geben?
Und warum verwendet man dann so viele verschiedene Arten der
Lusterregung.
Etwa weil man nicht jede in jeder Jahreszeit haben kann?
Oder will man sagen: was wir wünschen sei eben nicht bloß Lust
sondern Lust mit gewissen andern Eindrücken zusammen?
Aber warum sollte man sich dann sträuben zu sagen, was
wir wünschten könne auch der andere
Eindruck sein?
Oder soll ich sagen es gäbe nicht nur verschiedene Grade, sondern auch
verschiedene Arten der Lust?
Aber warum nennt man sie alle Arten der Lust?
Und ist es nun eine Erfahrungstatsache daß man nur lustbetonte
Erfahrungen wünscht.
Ist es nicht eben| gerade eine Tautologie was die
Menschen die dies sagen zu sagen anstreben?
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Schafft der Künstler nur etwas ihm Angenehmes hervorzubringen um etwas zu
machen was ihm gefällt?!
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Dieses Gesicht ist dumm ist keine Aussage über eine Erscheinung
(eine Empfindung) die dieses Gesicht
hervorruft.
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Wenn ich nun von einer Skulptur sagte: “dieses Gesicht hat
einen zu dummen
Ausdruck”; was bedeutet das “zu”.
Zu dumm wofür?
Um mir Freude zu machen?
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Oder auch: Was ist es das schließlich für sich
selbst sprechen muß?
Heißt “so wollte ich's”; so ist es mir
angenehm??
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Denken wir an den ästhetischen
Unterricht der dadurch gegeben würde daß man einem die
Skizze eines Meisters
zeigt &
wie er sie dann verändert hat.
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Was ist das für ein Satz: “Das muß in
diesem Tempo gespielt werden”.
Oder: das Thema… (9te
Symphonie) gehört nicht geheimnisvoll sondern
klar & es hat seine Größe durch seine Klarheit.
Was sind die Gründe, & was spricht für sich selbst?
Und was heißt : “ja jetzt verstehe ich's;
so muß es sein!”
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So weit die Ästhetik
interessiert
ist.
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Naturgeschichte des Menschen, nicht Psychologie.
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Was ist eine Begründung eines Zuges einer Kunst?
Wird es z.B., eines Musikstückes?
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Die ästhetische Kritik eines Kunstwerkes lenkt
unsere Aufmerksamkeit auf gewisse Züge.
Indem sie das
Werk mit anderen
zusammenstellt, beschreibt mit andern Vorgängen vergleicht
etc.etc. sie sagt etwa: gib auf diese
Klimax acht etc.
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Hier verwechselt man wieder leicht Grund & Ursache.
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Wenn man einen Komponisten gefragt hätte; warum schreibst
Du in der Form der Fuge etc.?
Oder: warum befolgst
Du diese
Regel der Fuge?
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Die Ästhetik lehrt uns wesentlich ein
System kennen.
Sie lehrt uns ein System sehen.
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Daß uns ihre letzten Gründe am Schluß “ansprechen”
müssen, damit hat sie, sozusagen, nichts zu tun.
Und sie beschreibt auch nicht diesen Zustand, oder
vielmehr diese vielen Zustände des seelischen
Gleichgewichts.
Sie ist sozusagen axiomatisch.
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Vergleiche hin die Bedeutungen von “gleich
wahrscheinlich” und “ästhetische
befriedigend”.
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Wäre sie Psychologie so wäre ihr die Systematik nicht
wesentlich.
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Verstehen der Kirchentonarten.
Verstehen einer chinesischen Darstellung.
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Kann eine Ursache
durch
Introspektion festgestellt werden??
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Psychoanalyse.
Denke daran daß das Resultat der Analyse die Anerkennung des
Analysierten verlangt!
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Warum ist Freuds Bedeutung
als Psychologe an seinen Stil gebunden.
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Die Ästhetik sucht Gründe auf, nicht
Ursachen.
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Goethe, warum er
das Experiment in der Farbenlehre
zurückwies.
Vergleiche unser Gefühl über das psychologische
Experiment.
Es teilt uns nicht das mit was uns interessiert.
Es ist natürlich nicht wahr daß er uns nichts
mitteilt.
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In der Kunst ist es schwer etwas zu sagen, was so gut ist wie:
nichts zu sagen.
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αεα
f(f) = F(f)
ξ(ξ)
F(F)?
~f(f) = F(f)
~⌇(—)
 156005
~(αεα)
ξ{~(ξεξ)ξ
~⁅ξ{~(ξεξ)ξε⁆
⁅f(ξ,n)⁆'a=f(a,a)
~(⁅~ξ(ξ)⁆'(⁅~ξ(ξ)⁆'()))
~{~⁅~ξ(ξ⁆'(⁅~ξ(ξ)⁆'())}
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 156006
 156007
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An meinem Denken, wie an dem jedes Menschen hängen die verdorrten
Hüllen| Reste meiner früheren (abgestorbenen)
Gedanken.
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Mathematisches Problem.
Denke an das Erraten
eines
Rätsels.
Insbesondere etwa an das Erraten eines Rätsels von dem man nicht weiß ob
es eine Lösung hat: Lewis
Carrolls's “why is
a raven like a writing desk“.
(vergl. was er darüber schreibt.)
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Es ist übrigens merkwürdig daß das Wesen des Rätsels in der Logik nicht
eingehend behandelt wird.
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Mangelnde Strenge meines Stils & der
“Komposition”.
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 156008
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Das allgemeine in der Mathematik ist nicht unbestimmter als das
besondere.
Allgemein
&
besonders in der Mathematik sind relative Begriffe.
Dabei gibt es keine Hierarchie der Typen in der Mathematik!
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Wir geben nur vor Kalkül zu Kalkül.
Von Ornament zu Ornament.
Denn jeder Kalkül kann als Ornament dargestellt werden.
Nur wenn wir zwei Kalküle vergleichen können wir zum Begriff des
allgemeinen & besonderen kommen.
In der Anwendung auf
die Figur|
das Ornament in der Ebene des speziellen Falles liegt die Beziehung
vor Allgemeinem zu Besonderem.
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Oder auch: nur im kombinierten Kalkül gibt es
einen Allgemeinen & einen besonderen
Teil.
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Und der besondere Fall wird dann immer so erzeugt, daß man sagt:
“Setze z.B. statt
x,
ε,” oder “statt f(x) x²” oder statt
F{fx} ∫ fx dx
etc.
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